VBE

TdL muss endlich Angebot vorlegen

"Schluss mit dem Spiel auf Zeit", fordert VBE-Bundesvorsitzender Udo Beckmann von der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL). "Wir erwarten von der Arbeitgeberseite endlich ein ernstzunehmendes Verhandlungsangebot. Die tarifbeschäftigten Kolleginnen und Kollegen lassen sich nicht auf die Hinhaltetaktik der Arbeitgeber ein. Unsere Forderungen sind gerecht. An der Grundtarifierung für den Lehrerbereich führt kein Weg vorbei."

06.03.2013 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE)

Beckmann weiter: "Wir kämpfen gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Fachgewerkschaften im dbb dafür, dass Lehrer endlich eine Grundtarifierung erhalten. Es ist ein Skandal, dass tarifbeschäftigte Lehrer mehrere hundert Euro weniger in der Tasche haben, obwohl sie die gleiche Arbeit wie die verbeamteten Kolleginnen und Kollegen machen. Außerdem fordern wir eine lineare Erhöhung von 6,5 Prozent für alle Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst."

Jens Weichelt, im VBE zuständig für Tarifpolitik und Mitglied der dbb-Verhandlungskommission, bekräftigt: "Eine Nullrunde ist mit den Lehrerinnen und Lehrern nicht zu machen. Auch muss in dieser Einkommensrunde endlich der Einstieg in die Grundtarifierung gelingen. Die aktuellen Warnstreiks sprechen eine klare Sprache. Tarifbeschäftigte Lehrerinnen und Lehrer haben Anspruch auf einen Tarifvertrag, in dem auch die Eingruppierung in Gehaltsgruppen geregelt ist. Die TdL muss auf unsere Forderungen eingehen."

Vor Beginn der dritten Verhandlungsrunde beteiligten sich Zehntausende Lehrerinnen und Lehrer an Warnstreiks und Protestkundgebungen, zu denen auch die Spitzenorganisation dbb und Landesverbände des VBE aufgerufen hatten.

Hintergrund:

Ab morgen beginnt in Potsdam die dritte Verhandlungsrunde zwischen TdL und Gewerkschaften. Zentraler Punkt der Forderungen bei den diesjährigen Tarifverhandlungen ist die Erhöhung der Tabellenentgelte ab 1. Januar 2013 um 6,5 Prozent. Neben der Anhebung der Ausbildungsentgelte um 100 Euro und die Übernahme aller Auszubildenden ist vor allem auch der Einstieg in eine Entgeltordnung für Lehrkräfte ein wichtiges Ziel der Tarifverhandlungen. Im öffentlichen Dienst sind Lehrerinnen und Lehrer die einzige Beschäftigtengruppe, deren Eingruppierung nicht per Tarifvertrag geregelt ist. Jedes Land hat stattdessen eigene Richtlinien oder verweist auf Beamtengesetze. ­


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