50 Jahre Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit

"Echo der Zeit" lautet das Motto, unter das die Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit eine Wanderausstellung aus Anlass ihres 50-jährigen Bestehens gestellt hat. Die Ausstellung vermittelt Kenntnisse über parlamentarische, rechtliche, wirtschaftliche und soziale Zusammenhänge und lädt zur Teilnahme am politischen Geschehen ein.

13.07.2005 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Grundfragen und Probleme der Politik stehen im Mittelpunkt - sowohl im Rückblick auf die letzten 50 Jahre, als auch in der Vorschau auf die Zukunft. Jeweils in Form eines abstrahierten Buches werden die Themen Sicherheit, Globalisierung, Menschenwürde, Heimat, Gemeinschaft und Geschichtsbewusstsein behandelt. Nach dem durch Fragen geleiteten Weg durch die einzelnen "Bücher" findet sich der Besucher abschließend vor einer interaktiven Wand mit aktuellen Aussagen von Jugendlichen zu den einzelnen Themenkreisen wieder.

Anlässlich der Eröffnung im Foyer im Nordbau des Bayerischen Landtags sagte Kultusminister Schneider: "Die Ausstellung stellt den einzelnen Menschen mit seiner persönlichen Verantwortung ins Zentrum und macht gleichzeitig klar, welchen Einflüssen er unterworfen ist. Sie zeigt uns, dass unser Blick auf die Welt immer ein Blick durch die Brille der Zeitumstände ist. Diese gilt es zu erkennen und gegebenenfalls auf der Basis überzeitlicher Werte zu hinterfragen."

Die Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit wurde 1955 als "Bayerische Zentrale für Heimatdienst" bei der Bayerischen Staatskanzlei gegründet. Seit 1995 ist sie dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus zugeordnet. Sie wird von Direktor Dr. Peter März geleitet. Bei einer thematischen Spannbreite von Kommunalpolitik bis zu internationalen Beziehungen hat sie die Aufgabe, auf überparteilicher Grundlage das Gedankengut der freiheitlich-demokratischen Staatsordnung im Bewusstsein der Bevölkerung zu fördern und zu festigen. Als staatliche Agentur für Demokratie unterhält sie dabei kooperative Beziehungen zu allen Fraktionen des Bayerischen Landtags.

Die Landeszentrale pflegt eine enge Kooperation zur "Stiftung Bayerische Gedenkstätten" und ist auch zuständig für die schulische Gedenkstättenpädagogik unter anderem in Dachau und Flossenbürg sowie im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände Nürnberg. Ferner organisiert die Landeszentrale die Programme "Lernort Staatsregierung" und "Parlamentsseminare", mit denen Schulklassen beziehungsweise Lehrkräften die politische Wirklichkeit auf der Ebene der Staatsregierung und des Bayerischen Landtages nahe gebracht wird. Schließlich hält die Landeszentrale ein großes Angebot von 200 Veröffentlichungen zur politischen Bildung - der Großteil davon Eigenpublikationen - bereit. Kultusminister Schneider: "Die Landeszentrale agiert in ihrem Aufgabenfeld vorbildlich für den gesamten Bereich der Bildung. Denn Bildung kann kein hierarchischer Vorgang sein. Bildung ist Wahrnehmung, ist Kommunikation und Vermittlung."


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