Abbau von Lehrerstellen: Keine Entscheidung zur Aufnahme von Tarifverhandlungen
Das zweite Sondierungsgespräch zwischen der Staatsregierung und den Gewerkschaften ist ohne Ergebnis geblieben. Die Gewerkschaften lehnten die Aufnahme von Tarifverhandlungen ab. Enttäuscht zeigte sich Kultusminister Steffen Flath. "Wir sind jetzt gezwungen, Kündigungen vorzubereiten", bedauerte Flath. Dem Minister zufolge sei angesichts des dramatischen Schülerrückgangs der Abschluss eines neuen Bezirkstarifvertrages zwingend notwendig. "Wir können sonst über Jahre hinaus keine jungen Lehrer mehr einstellen", sagte Flath. Mit den Gewerkschaften wurde ein weiterer Gesprächstermin am 22. März vereinbart.
10.03.2005 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für KultusDerzeit gibt es in Sachsen 33.403 Lehrerstellen, davon 10.504 in den Mittelschulen und 7787 in den Gymnasien. Bis 2009 sollen insgesamt rund 7500 Stellen abgebaut werden. Davon entfallen auf die Mittelschulen 2587 und auf die Gymnasien 2173 Stellen. Der Grund für den Stellenabbau ist die erwartete Halbierung der Schülerzahlen an öffentlichen Schulen vom Schuljahr 1996/97 bis 2011/12 von insgesamt 755.000 auf 363.000 Schüler. Im Bereich der Mittelschulen werden sich die Schülerzahlen im gleichen Zeitraum von 222.326 auf 101.700 Schüler mehr als halbieren. Auf die Gymnasien gingen im Schuljahr 1996/97 genau 148.141 Mädchen und Jungen. Im Schuljahr 2011/12 werden es einer aktuellen Prognose zufolge lediglich noch 62.200 sein.
Keine Kommentare vorhanden