Abschaffung der KMK

Bayerns Wissenschaftsminister Thomas Goppel zur Forderung der FDP-Generalsekretärin Pieper, die Kultusministerkonferenz abzuschaffen:

27.08.2004 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Wenn die FDP-Generalsekretärin die Abschaffung der Kultusministerkonferenz fordert und moniert, dass die KMK, die Rektorenkonferenz und die ZVS die Kulturhoheit der Länder aushöhlen, dann geht es in der bildungspolitischen Diskussion der FDP gewaltig durcheinander. Kraut und Rüben-Debatten bringen Bildung und Forschung in Deutschland nicht voran.

Die Kulturhoheit der Länder bedeutet gerade nicht, dass sich die Länder in Fragen von allgemeiner Relevanz voneinander abschotten. Deshalb ist die Arbeit in dem gemeinsamen Gremium "Kultusministerkonferenz" eine Pflicht der Länder. Die KMK sollte sich allerdings in ihrer Arbeit noch viel stärker auf Kernaufgaben von grundsätzlicher Bedeutung konzentrieren. Was die Rektorenkonferenz als freiwilliger Zusammenschluss und gemeinsames Sprachrohr der deutschen Hochschulen mit dem Thema Kulturhoheit der Länder zu tun hat, wird das Geheimnis von Frau Pieper bleiben. Auch beim Thema "Abschaffung der ZVS" geht es nicht um die Frage der Kulturhoheit der Länder, sondern um die Stärkung der Selbstverantwortung der Hochschulen bei der Auswahl der Studierenden. Die FDP-Generalsekretärin würde besser damit fahren, wenn sie sich um Themen kümmern würde, von denen sie etwas versteht.


Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden