Anlässlich des 60. Jahrestages der Befreiung:

Eine eindringliche Mahnung gegen das Vergessen hat Wissenschaftsminister Thomas Goppel anlässlich der Eröffnung einer Ausstellung mit Werken von Zoran Mušić im ehemaligen Konzentrationslager Dachau am Dienstag ausgesprochen.

26.04.2005 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

"Diese Ausstellung konfrontiert uns mit Bildern, die im Konzentrationslager Dachau geschaffen wurden. Sie thematisieren das Leid der Häftlinge und zeigen uns Dinge, die mit Worten kaum zu fassen sind, aber dennoch eine klare Botschaft haben: Niemals wieder!", sagte Goppel.

Zoran Mušić kam 1943 als politischer Häftling in das Konzentrationslager Dachau. Kurz vor und kurz nach der Befreiung des Lagers fertigte er rund 300 Tusche- und Bleistiftzeichnungen an, in denen er Lagerleben und Tod, Erniedrigung und Verzweiflung festhielt. Die meisten Bilder gingen verloren, sieben der knapp 30 erhaltenen Zeichnungen sind nun erstmals an dem Ort ihrer Entstehung zu sehen. Die anlässlich des sechzigsten Jahrestages der Befreiung des Lagers gezeigte Ausstellung wird am Dienstagabend von Goppel in Dachau eröffnet.

Zoran Mušić wurde 1909 in Görz bei Triest geboren. 1943 wurde er von der Gestapo verhaftet und in das Konzentrationslager Dachau verbracht. Nach der Befreiung kehrte Mušić in seine Heimat zurück. Als Künstler machte er sich international einen Namen. 1950 nahm er erstmals an der Biennale in Venedig teil, seitdem folgten viele weitere international angesehene Ausstellungen.


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