Arbeitslose gegen Schulschwänzer: absurde Idee

Zum Vorschlag der Reinickendorfer CDU, Erwerbslose auf "1-Euro-Basis" einzusetzen, um Schulschwänzer von zu Hause abzuholen, erklärt die Vorsitzende der GEW BERLIN, Rose-Marie Seggelke:

16.02.2006 Berlin Pressemeldung GEW Berlin

"Wer sich so was ausdenkt, hat den Blick für die Realitäten und vor allem für die Situation arbeitsloser Menschen in dieser Stadt völlig verloren. Nach den rechtlichen Vorgaben sollen die sog. Arbeitsgelegenheiten bzw. "1-Euro-Jobs" dazu beitragen, Erwerbslose wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren und entsprechend zu qualifizieren. Das Abholen und Begleiten von Schulschwänzern ist eine arbeitsmarktpolitische Luftnummer. Bei der Gier nach "1-Euro-Jobs" in den Bezirken scheinen einige völlig zu vergessen, dass es hier um Menschen geht, und nicht um Werkzeuge, die man beliebig zum Reparieren von Schäden aller Art benutzen kann. Im Übrigen ist die Betreuung von schuldistanzierten Kindern und Jugendlichen eine Aufgabe, die sozialpädagische Kompetenz voraussetzt und mit der Zwangsabholung von zu Hause nicht gelöst wird."

Ansprechpartner

GEW Berlin

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