Arbeitstagung "Individuelle Lernentwicklung"

"Wir legen Ihnen heute bewusst kein fertiges Konzept vor, sondern bieten Vorschläge zur Erprobung an. Ziel dieser Tagung ist, Ihre Anregungen oder Fragen in die weitere Arbeit einbeziehen" begrüßte der Niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann gestern (08.03.2005) rund 120 Elternvertreter, Lehrkräfte, Fachleute aus der Lehreraus- und -fortbildung sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schulaufsicht und aus dem Kultusministerium zu einer Fachtagung über Individuelle Lernentwicklung von Schülerinnen und Schüler.

09.03.2005 Niedersachsen Pressemeldung Niedersächsisches Kultusministerium

Eingeleitet wurde die Tagung durch einen Vortrag des Leiters des Centrums für Bildungs- und Unterrichtsforschung an der Universität Hildesheim, Prof. Dr. K.-H. Arnold. "Lernen lässt sich nicht beobachten oder beschreiben, wohl aber Lernprozesse", hob Arnold hervor. Der Vergleich von Lernständen gebe die Entwicklung von Lernfortschritten an. Es gelte, aus den diagnostischen Verfahren Interventions- und Fördermaßnahmen abzuleiten.

Kultusminister Busemann äußerte sich erfreut über die Zustimmung aller Beteiligten zur Notwendigkeit der individuellen Lernentwicklung für jede Schülerin und jeden Schüler. "Einig waren sich auch alle Beteiligten darüber, dass sie verbindlich sein muss. Wer mit seiner Familie von Hildesheim nach Emden umzieht, soll sich darauf verlassen können, dass die Förderung der Kinder weitergeht", machte Busemann deutlich.

Zunächst sollen die vorgelegten Entwürfe für die Erfassung und Dokumentation der Lernfortschritte noch weiterentwickelt werden. "Im Schuljahr 2006/2007 sollte eine Erprobungsphase in den Schulen beginnen. Danach geht es in die Verbindlichkeit", erläuterte Busemann.


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