Aufruf zu erneuten Warnstreiks in Bayern
Die GEW Bayern ruft alle Beschäftigten in Bayerns kommunalen und Bundeseinrichtungen auf, sich am Donnerstag, dem 06. März, an einem weiteren ganztägigen landesweiten Warnstreik zu beteiligen. Mit diesem Streik soll den kommunalen Arbeitgebern noch einmal verdeutlicht werden, dass Beschäftigte und Gewerkschaften in der laufenden Tarifrunde ein deutlich besseres Angebot erwarten. Nachdem am 20. und 21. Februar vorrangig die Beschäftigten aus einzelnen Branchen gestreikt haben, ruft die GEW für den 06. März alle ihre betroffenen Beschäftigten auf, sich am Warnstreik zu beteiligen.
05.03.2008 Bayern Pressemeldung GEW BayernGleichzeitig rufen wir die Warnstreikenden sowie alle Beschäftigten ohne Streikrecht (Beschäftigte bei kirchlichen und privaten Trägern) in den Einrichtungen des Landes auf, an diesem Tag an einer Kundgebung der Gewerkschaften teilzunehmen, um gemeinsam für die Gewerkschaftsforderung von unter anderem 8 % mehr Gehalt, mindestens aber 200 €, zu demonstrieren.
"Im Unterschied zu den Arbeitgebern haben bereits beim Warnstreik vor zwei Wochen viele Eltern Verständnis gezeigt", berichtet Gele Neubäcker, neu gewählte GEW – Landesvorsitzende. "Auch sie wollen, dass die gute Arbeit mit ihren Kindern besser bezahlt wird und es keine Betreuung und Bildungsarbeit zum Billigtarif gibt. Die Arbeitgeber haben auch in der vierten Verhandlungsrunde kein verbessertes Angebot vorgelegt. Stattdessen haben sie angekündigt, dass sie die tariflichen Regelungen zur Arbeitszeit kündigen wollen. Die Arbeitgeber wollen damit die Politik der Reallohnverluste der letzten Jahre fortsetzen. Die Beschäftigten sollen ihre Lohnerhöhung durch die Arbeitszeitverlängerung selbst finanzieren. Das ist mit uns nicht zu machen! Wir brauchen mehr Geld und keine längere Arbeitszeit. Die Arbeitgeber müssen endlich ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen!"
Daneben werden sich die GEW - Mitglieder an Kundgebungen u. a. in München, Nürnberg, Würzburg, Regensburg und Ingolstadt beteiligen, um gemeinsam mit den anderen DGB - Gewerkschaften des Öffentlichen Dienstes noch einmal deutlich zu machen, dass das vorgelegte Angebot der Arbeitgeber nicht akzeptiert werden kann. Schließlich käme es unter Einrechnung aller Komponenten erneut zu einem Einkommensverlust der Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes. "Dies kann und wird nicht hingenommen werden."
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