Ausbau des erweiterten Ganztags geht weiter

Zum kommenden Schuljahr werden voraussichtlich 23 Förderschulen in Nordrhein-Westfalen erweiterte Ganztagsschulen. "Damit verbessern wir die Rahmenbedingungen für eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen, die in unserer Gesellschaft viel zu oft nur am Rande des öffentlichen Interesses stehen", so Schulministerin Barbara Sommer. "Denn wir dürfen nicht vergessen, dass sich Schülerinnen und Schüler aus sozial benachteiligten Schichten nicht nur sehr häufig in Hauptschulen finden, sondern mindestens so oft auch in Förderschulen. Deshalb haben wir uns entschlossen, neben den Hauptschulen zum jetzigen Zeitpunkt als weitere Schulform auch die Förderschulen schrittweise in den Ausbau des erweiterten Ganztagsbetriebs aufzunehmen."

09.06.2006 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

Das Interesse der Förderschulen an einem erweiterten Ganztagsbetrieb ist groß. Mehr als 100 Schulen bekundeten bis Anfang Mai ihre grundsätzliche Bereitschaft, bereits kurzfristig zum Sommer in den Ganztagsbetrieb einzusteigen. "Wegen der angespannten Finanzlage können wir auch hier leider nicht alle Wünsche erfüllen", erklärte die Ministerin. "Viele Schulen hätten es verdient, auch noch in das Programm aufgenommen zu werden, aber ich bin froh darüber, dass es uns gelungen ist, erstmals seit vielen Jahren überhaupt wieder Förderschulen mit dem Ganztagsbetrieb bessere Rahmenbedingungen im Interesse der Kinder und Jugendlichen zu geben." Ausschlaggebend für die Auswahl waren Vorschläge der Bezirksregierungen, die Kriterien wie zum Beispiel den Förderschwerpunkt oder das schulische Konzept für den Ganztag zugrunde gelegt hatten.

Die Ministerin wies darauf hin, dass parallel auch der Ausbau des offenen Ganztagsbetriebs an den Förderschulen weitergeht. So werden zum kommenden Schuljahr fast 150 Förderschulen insgesamt 5200 Plätze im offenen Ganztag anbieten (gegenüber fast 80 Förderschulen mit 2200 Plätzen im nun zu Ende gehenden Schuljahr). Außerdem wurde in diesem Jahr die Förderung pro Kind im offenen Ganztag der Förderschulen verdoppelt.

In den gebundenen Ganztagsbetrieb steigen 21 der 23 nun ausgewählten Schulen neu ein, bei zwei Schulen wird der Ganztagsbetrieb erweitert. Die Schulen erhalten dadurch die Möglichkeit - analog der Praxis an den Hauptschulen - auf einem Teil der ihnen zusätzlich zur Verfügung stehenden Lehrerstellen auch anderes Personal zu beschäftigen - wie zum Beispiel Handwerker oder Sozialarbeiter - oder Kooperationen mit außerschulischen Partnern, zum Beispiel für einen verbesserten Übergang von der Schule in den Beruf, einzugehen.

NRW-Gesamtliste der für den Ausbau zum erweiterten Ganztagsbetrieb vorgesehenen Förderschulen:

Stadt Schule

Brilon Roman-Herzog-Schule
Hagen Wilhelm-Busch-Schule
Iserlohn Brabeckschule
Gevelsberg Hasencleverschule
Werne Barbaraschule
Gütersloh Pestalozzischule
Paderborn Sertürner-Schule
Oerlinghausen Fröbel-Schule
Oberhausen Herderschule
Monheim Comeniusschule
Neuss Joseph-Beuys-Schule
Solingen Carl-Ruß-Schule
Essen Schule am Steeler Tor
Kevelaer Pestalozzi-Schule
Gummersbach Jakob-Moreno-Schule
Simmerath Förderschule Nordeifel
Zülpich Stephanus-Schule
Aachen Schule am Kennedypark
Köln Förderschule Thymianweg
Gelsenkirchen Antoniusschule
Dorsten Von-Ketteler-Schule
Münster Augustin-Wibbelt-Schule
Vreden Felicitasschule


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