Baustelle Brandenburger Dom

Kulturministerin Prof. Dr. Johanna Wanka und Infrastrukturminister Frank Szymanski eröffneten am Dienstag im Dom zu Brandenburg die Ausstellung "Zwischen Bewahren und Verändern. Baugeschehen am Dom zu Brandenburg zwischen 1961 und 2006".

11.07.2006 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

Die Ausstellung, die im Rahmen von Kulturland Brandenburg 2006 zum Thema "Baukultur" stattfindet, bietet einen Überblick zu den aufwändigen und langwierigen Sanierungsmaßnahmen am Dom, den Kurien und Klausurgebäuden seit 1961. Damals waren die Pfeiler im Mittelschiff verfestigt und Bohrpfähle unter das Fundament gesetzt worden, um die Standsicherheit der Kirche zu gewährleisten. Dennoch konnten die Setzungsbewegungen des Mauerwerks von Westbau und Chor nicht völlig gestoppt werden. Seit 1990 laufen nun weitgreifende Sanierungsmaßnahmen, die bis heute noch nicht gänzlich abgeschlossen sind.

Kulturministerin Johanna Wanka verwies in ihrem Grußwort darauf, dass es bei den Restaurierungsarbeiten am Brandenburger Dom um die Wiedergewinnung eines Ortes gehe, der als "Mutterkirche der Mark" und eines der wichtigsten sakralen Bauwerke des Landes für ganz Brandenburg von herausragender Bedeutung ist. "Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass die Landesregierung die Dom-Sanierung tatkräftig unterstützt. So fließen jedes Jahr eine Million Euro aus dem Staatskirchenvertrag in die Substanzerhaltung des Domes", so die Ministerin. "Der Zeitpunkt für diese Ausstellung im Rahmen des Kulturland-Themenjahres ´Baukultur in Brandenburg´ ist ideal gewählt, reiht sie sich doch ein in die vielen Initiativen im Land, die sich dem kulturellen Erbe verpflichtet fühlen, die bauhistorische, manchmal schon fast vergessene Standorte wieder mit Leben erfüllen und deren Anspruch es ist, den nachfolgenden Generationen dieses Erbe zu bewahren", so die Ministerin weiter.

Infrastrukturminister Frank Szymanski: "Der Brandenburger Dom gilt als einmaliges Wahrzeichen der märkischen Baukultur seit dem Mittelalter. Er bezeugt einen Prozess des Bewahrens und Veränderns über Jahrhunderte hinweg. Besonders freue ich mich über die gelungene Zusammenarbeit vieler Akteure und Fördermittelgeber. Die Rettung des Brandenburger Domes vor dem drohenden Verfall war eines der wichtigsten Vorhaben der Städtebauförderung im Domensemble. Wir werden die weiteren Arbeiten auch in Zukunft mit Fördermitteln unterstützen."

Die Schau "Zwischen Bewahren und Verändern" ist bis zum 30. September im Domstift Brandenburg zu sehen. Sie bezieht sanierte und unsanierte Räume mit ein. Die bemerkenswerten Secco-Malereien des späten Mittelalters in der Nordklausur spielen ebenfalls eine wesentliche Rolle. Die Nordklausur ist nur für die Dauer der Ausstellung öffentlich zugänglich. Danach wird sie für lange Zeit wieder geschlossen. Da die Ausstellung im Baustellenbereich liegt, ist sie nur mit Führungen zu besichtigen. Besichtigungen sind montags bis samstags um 11 Uhr und 15 Uhr, sonntags um 15 Uhr sowie auf Anfrage möglich.

Kulturland Brandenburg 2006 zum Thema "Baukultur" präsentiert im ganzen Land zahlreiche Ausstellungen, Führungen und Veranstaltungen, die dazu einladen, Brandenburg aus neuen Blickwinkeln als Architekturland zu entdecken und zu erleben. "SCHINKEL – Künstler.Preuße.Brandenburger." heißt die zentrale Ausstellung, die bis zum 9. Oktober im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam zu sehen ist.

Weitere Informationen unter www.kulturland-brandenburg.de


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