Besetzung der 1.000 zusätzlichen Lehrerstellen über Listenverfahren ist abgeschlossen

Die gestern beendete Auswertung der dritten Bewerberrunde für die 1.000 zusätzlichen Lehrerstellen hat den Riesenerfolg der neuen Landesregierung im Kampf gegen Unterrichtsausfall bestätigt. Landesweit konnten zu Beginn des neuen Schuljahres 977 zusätzliche Lehrerinnen und Lehrer eingestellt werden. Die Besetzung der Stellen konnte so erfolgen, dass auch die vordringlichen fächerspezifischen Anmeldungen der Schulen bei den so genannten Listenziehungen weitestgehend Berücksichtigung fanden. Die Bewerberinnen und Bewerber wurden in der Rangfolge nach den Ergebnissen ihrer 1. und 2. Staatsexamen ausgewählt. Im Schnitt weisen sie einen Notendurchschnitt von 1,8 aus. Dieses Ergebnis hat Schulministerin Barbara Sommer gestern im Kabinett vorgestellt.

24.08.2005 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

Barbara Sommer: "Ich bin sehr glücklich über diese neue Zahl von 977 weiteren Lehrerinnen und Lehrern. Sie bestätigt unseren Kurs, für den die Sicherstellung eines verlässlichen Unterrichts zur absoluten Priorität gehört. Jede zusätzliche Lehrkraft ist ein großer Gewinn für unsere Schulen, die damit Unterrichtsausfall konkret verhindern können."

Die meisten der neu eingestellten Lehrerinnen und Lehrer unterrichten in Grundschulen (ca. 300) und Gymnasien (ca. 250). Den dritten Schwerpunkt bilden die Förderschulen mit etwa 150 Einstellungen. Die noch zu besetzenden 23 Stellen werden bis nach den Herbstferien vergeben sein. Sie sind u. a. für Gestellungsverträge mit der Katholischen Kirche und den Evangelischen Landeskirchen vorgesehen. Diese kirchlichen Lehrkräfte sollen zur Verbesserung des Angebots von Religionsunterricht insbesondere an den Schulen der Sekundarstufe II eingesetzt werden.

Mit der Besetzung der 1.000 zusätzlichen Lehrerstellen hat die neue Landesregierung sofort nach der Regierungsübernahme einen sich abzeichnenden enormen Unterrichtsausfall verhindert. Die Vorgängerregierung hatte die Besorgnis erregende Situation nicht zur Kenntnis nehmen wollen und deshalb auch keine hinreichende Vorsorge gegen den Unterrichtsausfall getroffen. Die Schulen wurden mit diesem Problem allein gelassen.

Fakt ist, dass jede zusätzliche Lehrkraft aus dem Kontingent der 1.000 Stellen verlässlichen Unterricht an den Schulen des Landes sicherstellt. Zudem bieten die zusätzlichen Stellen langjährigen Vertretungslehrkräften die Möglichkeit einer Dauerbeschäftigung. Viele haben diese attraktive Chance genutzt. Die Schulen, denen dadurch jetzt eine Vertretungslehrkraft fehlt, können ihren Bedarf umgehend landesweit ausschreiben. Dazu dient die zentrale Internet- Plattform VERENA www.verena.nrw.de. Dort können die Schulen Lehrkräfte mit Erstem oder Zweitem Staatsexamen in einem größtmöglichen Bewerberkreis für Vertretungsunterricht erreichen.

Barbara Sommer:" Die kurzfristige Besetzung der 1.000 zusätzlichen Stellen war ein gewaltiger Kraftakt, für den ich mich besonders bei den Bezirksregierungen ausdrücklich bedanken möchte. Das erste große Ziel der neuen Landesregierung im Bereich der Schulpolitik ist somit erreicht. Wir sind auf einem guten Wege im Sinne unserer Kinder. Denn das Maß aller Dinge ist das Wohl des Kindes."


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