Bundesministerium vergibt Nachwuchspreis für Familienforschung 2004
Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Marieluise Beck, hat heute auf dem 32. Soziologie-Kongress in München den ''Nachwuchspreis für Familienforschung'' verliehen.
07.10.2004 Pressemeldung Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und JugendDer Preis wird alle zwei Jahre vergeben und zeichnet herausragende wissenschaftliche Arbeiten von Nachwuchswissenschaftlern und -wissenschaftlerinnen aus der Familienforschung aus. Dieses Jahr erhalten vier junge Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen den Preis, das Preisgeld wird zu gleichen Teilen vergeben.
''Für den Forschungsgegenstand Familie müssen wir kräftig werben: Bis zum Jahr 2001 hat es keinen einzigen Preis für dieses Forschungsfeld gegeben'', so die Parlamentarische Staatssekretärin Marieluise Beck. ''Und das, obwohl die Zahl der wissenschaftlichen Förderpreise immens ist: In dem fast 500-seitigen 'Handbuch der Wissenschaftspreise und Forschungsstipendien' kam der Begriff Familie bis zum Jahr 2001 nicht vor. Dieses Defizit ist symptomatisch für den lange vernachlässigten Stellenwert von Familie in Gesellschaft und Wissenschaft. Wir haben deshalb diesen Preis ins Leben gerufen, um mit unserem Anliegen gezielt den wissenschaftlichen Nachwuchs zu gewinnen. Wir müssen das Interesse an solchen Arbeiten wecken, denn wir brauchen belastbare Daten, wenn wir zielgenaue Förder-Instrumente entwickeln wollen.''
Der ''Nachwuchspreis für Familienforschung'' ist mit 25.000 Euro dotiert und wurde im Jahr 2001 zum ersten Mal ausgelobt. Die Bundesregierung will damit die zentrale Bedeutung von Familie auch in der Forschung fördern. Ausgezeichnet wurden die Arbeiten von Josef Hartmann zur Ehestabilität, die Arbeit von Stefanie Jaursch, die das Erziehungsverhalten von Müttern und Väter im Hinblick auf Generationenzusammenhänge untersucht hat, die Arbeit von Nina Verheyen zur Inszenierung männlicher Emotionalität im Bürgertum des 19. Jahrhunderts und die Arbeit von Eva Wunderer zum Thema ''Eheliche Ansprüche - Partnerschaftsorientierung zwischen Anspruch und Wirklichkeit''.
Die Preisträgerinnen und Preisträger stellen ihre Arbeiten am Freitag, den 8. Oktober 2004, von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr im Rahmen einer ad-hoc-Gruppe ''Familienforschung'' des Kongresses zur Diskussion. Die Leitung der Gruppe hat Professor Dr. Dr. h.c. Friedrich Lösel (Universität Erlangen/Nürnberg) übernommen. Friedrich Lösel ist Vorsitzender der Jury zum 'Nachwuchspreis für Familienforschung' und wird bei dieser Gelegenheit die Auswahl der ausgezeichneten Arbeiten erläutern.
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist erstmals zu Gast beim diesjährigen Soziologie-Kongress in München und präsentiert sich mit drei Veranstaltungen, um die Kommunikation zwischen Politik und Gesellschaftswissenschaften anzuregen und zu intensivieren. Am heutigen Donnerstag diskutiert Bundesministerin Renate Schmidt mit Professor Dr. Hans Bertram (Humboldt-Universität Berlin), Dr. Dieter Düsedau (McKinsey), Florian Gerster (Minister a.D.) und Christine Licci (Unternehmerin des Jahres 2003) über ''Familienpolitik als Wachstumspfad''. Es soll dabei um der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und um neue Ansätze der Politik und der Wirtschaft für mehr Familienfreundlichkeit gehen.
Der 32. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie findet vom 4. bis 8. Oktober 2004 unter dem Titel ''Soziale Ungleichheit/Kulturelle Unterschiede'' in München statt. Das Programm widmet sich den gesellschaftlichen Auswirkungen verschiedener nationaler Reformprogramme und gibt Gelegenheit zu interkulturellen Vergleichen. Neben international renommierten Soziologie-Professoren wie Richard Sennett und Shmuel Eisenstadt sind hochrangige Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen vertreten.
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Bundesfamilienministerium lobt Nachwuchspreis für Familienforschung aus
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