DDR-Rechtsbibliothek der Kester-Haeusler-Stiftung

Anlässlich der Übergabe der DDR-Rechtsbibliothek der Kester-Haeusler-Stiftung an das Leopold-Wenger-Institut für Rechtsgeschichte der Ludwig-Maximilians-Universität München am Freitagabend in München hob Wissenschaftsminister Thomas Goppel die Bedeutung der umfangreichen Schriftensammlung für die Rechtswissenschaft hervor.

24.02.2006 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Goppel: "Die DDR-Rechtsbibliothek der Kester Haeusler-Stiftung leistet einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der Zeitgeschichte, aber auch zur Lösung von juristischen Fällen, auf die das DDR-Recht noch Anwendung findet." In Zeiten knapper öffentlicher Kassen werde privates Mäzenatentum, wie es die Kester-Haeusler-Stiftung durch die Schenkung der DDR-Rechtsbibliothek leiste, immer wichtiger, so der Minister. "Stiftungen sind Pioniere der bürgerlichen Gesellschaft", so Goppel weiter. Bayern sei mit über 2.600 nichtkirchlichen Stiftungen eindeutig führend unter den deutschen Stiftungsstandorten. "Der Freistaat Bayern fördert das Stiftungswesen konsequent und übernimmt gerne die Verantwortung und Aufsicht für gemeinnützige Stiftungen. Um weitere Ver¬besserungen zu erreichen, erarbeiten wir einen Gesetzentwurf zur Optimierung des bayerischen Stiftungsrechts. Alle Möglichkeiten der Deregulierung sollen dabei ausgeschöpft werden, ohne aber das Wichtigste, nämlich die Bewahrung des Stifterwillens, aus dem Auge zu verlieren", kündigte Goppel an.

Die DDR-Rechtsbibliothek der Kester-Haeusler-Stiftung steht von nun an dauerhaft Benutzern aus Wissenschaft und Praxis im Leopold-Wenger-Institut der Universität München zur Verfügung. Der sorgfältig katalogisierte Bestand umfasst mehr als 4.000 Bände zum Recht der DDR sowie zahlreiche Publikationen aus den Wendejahren. Hinzu kommen Schriften aus angrenzenden Bereichen, v. a. aus dem politisch-philosophischen Kontext.


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