Denkmal Klosterkirche Landsberg am Lech

Für die Instandsetzung des ehemaligen Klosters der Ursulinen mit Klosterkirche zur Hl. Dreifaltigkeit in Landsberg am Lech (Regierungsbezirk Oberbayern) hat Kunstminister Thomas Goppel für das Jahr 2006 300.000 Euro aus dem Entschädigungsfonds für die Denkmalpflege bewilligt.

21.08.2006 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Der Entschädigungsfonds wird gemeinsam vom Freistaat Bayern und den Kommunen getragen. Die Mittel dienen der Dach- und Fassadeninstandsetzung sowie der statischen Sicherung des Baudenkmals.

Seit dem frühen 18. Jahrhundert wurde vom Magistrat der Stadt Landsberg zusätzlich zur Unterrichtung der Knaben am bereits bestehenden Jesuitenkolleg auch eine Erziehung der weiblichen Jugend erwogen. Die zu diesem Zweck aus Landshut geholten Ursulinen errichteten im Lauf des 18. Jahrhunderts Klostergebäude und die Klosterkirche ´Zur heiligsten Dreifaltigkeit´. An prägnanter Stelle in der Altstadt entstand 1764 bis 1766 der barocke Klosterkomplex. Der viergeschossige Repräsentationsbau und die nach Norden anschließende Klosterkirche schmückt eine aufwändige illusionistische Architekturmalerei mit figürlichen Elementen den gesamten Baukörper. Ursprünglich war sie von Johann Baptist Bergmüller aus Augsburg 1766 ausgeführt worden. Das ehemalige Ursulinenkloster ist neben dem Jesuitenkolleg der umfangreichste barocke Baukomplex in der Altstadt von Landsberg. Durch die reiche Fassadengestaltung und das hohe, von drei Dachreitern gekrönte Walmdach bildet die barocke Anlage einen wesentlichen Blickpunkt im Altstadtensemble. Die lediglich mit einer kurzen Unterbrechung durch die Säkularisation bis 1986 fortgeführte, monastische Tradition hat dazu geführt, dass Kirche und Kloster der Ursulinen heute zu den wenigen innerstädtischen Klosteranlagen Oberbayerns zählen, die noch in ihrer ursprünglichen Gestalt und Funktion erkennbar sind.


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