"Der unbekannte Riese - Geschichte der Diakonie in Bayern"

Als "bedeutende Einrichtung bayerischer Sozialgeschichte und tragende Stütze des heutigen Sozialstaates" hat Wissenschaftsminister Thomas Goppel die Diakonie in Bayern bezeichnet. Wie der Minister bei der Eröffnung der Wanderausstellung "Der unbekannte Riese - Geschichte der Diakonie in Bayern" am Donnerstag in Neuendettelsau betonte, könne ohne die breite Palette wohlfahrtsverbandlicher Aktivitäten und Leistungen die Sozialordnung unseres Staates nicht funktionieren. Allein in Bayern seien in 4.000 diakonischen Einrichtungen insgesamt rund 40.000 Mitarbeiter tätig.

25.11.2004 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Die Ursprünge der Diakonie liegen im 19. Jahrhundert, als die Industrielle Revolution für breite Schichten der Bevölkerung Verarmung und katastrophale soziale Lebensbedingungen bedeuteten. Die Diakonie nahm sich vor allem verwahrloster Kinder und kranker Menschen an. In Neuendettelsau wurde 1854 das Diakonissenmutterhaus gegründet, das heute fast 6.000 Beschäftigte zählt.

Die vom Haus der Bayerischen Geschichte organisierte Wanderausstellung zeigt in Bildern, alten Fotografien, Plakaten, Ton- und Filmdokumenten die Geschichte der Diakonie und erläutert die gegenwärtigen Handlungsfelder und Probleme. Sie ist bis 20. Februar 2005 im Luthersaal in Neuendettelsau zu sehen. Als weitere Standorte sind Kempten (25.02.05 - 28.03.05), München, Innere Mission (05.04.05 - 29.04.05), Rummelsberg/Schwarzenbruck (05.05.05 - 10.06.05), Schweinfurt (07.07.05 - 07.08.05), Landshut (08.09.05 - 09.10.05) und Augsburg (16.10.05 - 13.11.05) geplant.


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