Dr. Hartwig Lüdtke neuer Leiter am Landesmuseum für Technik und Arbeit

Dr. Hartwig Lüdtke wird Anfang kommenden Jahres neuer Direktor des Landesmuseums für Technik und Arbeit in Mannheim. Dies gaben Oberbürgermeister Gerhard Widder und Kunststaatssekretär Michael Sieber (MdL) nach einer Sitzung des Stiftungsrates des Landesmuseums am 15. September bekannt.

15.09.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Ministerpräsident Günther H. Oettinger und Wissenschaftsminister Peter Frankenberg begrüßten die Entscheidung des Stiftungsrates als "überzeugende und viel versprechende Wahl, mit der die Weichen für eine positive Entwicklung dieses wichtigen, in seiner Thematik besonders profilierten Museums gestellt wurden".

Der Stiftungsrat des Landesmuseums für Technik und Arbeit, dem Vertreter des Landes Baden-Württemberg und der Stadt Mannheim angehören, hat am Donnerstag, 15. 9. entschieden, Dr. Hartwig Lüdtke die Aufgaben des Museumsdirektors zu übertragen. In Personalunion übernimmt Dr. Lüdtke auch die Aufgaben des Stiftungsvorstandes der Stiftung Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim. Hartwig Lüdtke, der bislang in Bonn Direktor des Rheinischen Landesmuseums und Kurator der Museumsstiftung Post und Telekommunikation war, wird die Position zum 1. Februar 2006 übernehmen.

Hartwig Lüdtke ist ein ausgewiesener Museumsmanager. "Seine langjährige Füh-rungserfahrung in verschiedenen Museen prädestinieren ihn geradezu für die Aufgabe in Mannheim", erklärte der Stiftungsratsvorsitzende, der Mannheimer Oberbürgermeister Gerhard Widder. Von besonderem Nutzen für das Museum in Mannheim werden die vielfältigen Kontakte sein, die Dr. Lüdtke als Mitglied im Vorstand des Deutschen Museumsbundes (DMB) und im Vorstand der Deut-schen UNESCO Kommission erworben hat.

Hartwig Lüdtke tritt damit die Nachfolge von Prof. Dr. Gerhard Selmayr an, der die Leitung des Museums nach dem Weggang von Dr. Jakob Messerli vor zwei Jahren interimsweise übernommen hatte. Prof. Selmayr, der seinen bereits eingetretenen Ruhestand für diese Tätigkeit unterbrochen hat, gilt der besondere Dank des Stiftungsrates. Er hat in den vergangenen zwei Jahren wesentliche Weichenstellungen zur Neuorientierung des Hauses initiiert. Er wird dem Muse-um bis 31.1.2006 noch weiter zur Verfügung stehen.

In grundsätzlicher Abstimmung mit der Stadt Mannheim hat das Kabinett des Landes Baden-Württemberg am 25./26.7.2005 die konzeptionelle Neuausrich-tung des Museums beschlossen. Gleichzeitig wurden mit diesem Beschluss auch die Weichen für die bauliche Sanierung des Gebäudes gestellt. Die geplanten Baumaßnahmen des Museums werden durch Liquiditätshilfen des Landes und der Stadt Mannheim im Gesamtumfang von rund 5,8 Mio. ? unterstützt.

Dr. Hartwig Lüdtke wird in einer Pressekonferenz am 21. September 2005, 12.00 Uhr, im Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Zur Vita von Dr. Hartwig Lüdtke

Geb. 1954 in Hamburg, verheiratet, 3 Kinder

  • 1976 - 1982 in Hamburg, Frankfurt am Main und Mainz; Vor- und Frühgeschichte, Geschichte, Geographie, Pädagogik.

 

  • 1982 - 1990 Referent am Archäologischen Landesmuseum, Schloß Gottorp, Schleswig; Ausgrabungen, Forschungen und Veröffentlichungen zur mit-telalterlichen Archäologie. Mitarbeit bei Planung und Konzeption des Wikinger-Museums-Haithabu (Eröffnung 1985), später dessen Leiter.

 

  • 1986 Gastforscher am Bryggens-Museum in Bergen, Norwegen.

 

  • 1990 Beauftragter für die Planung eines Erweiterungsbaus des Rheinischen Landesmu-seums in Bonn.

 

  • 1991 - 1995 Direktor des Rheinischen Landesmuseums Bonn.

 

  • 1995 Kurator der neu gegründeten "Museumsstiftung Post und Telekommunikation" in Bonn als Trägerinstitution der vier Museen für Kommunikation in Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg und Nürnberg.

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