Drei Berliner Projekte gewinnen Wettbewerb "Im Netz gegen Rechts – Arbeitswelt aktiv"

Morgen werden in Düsseldorf vom Verein "Mach meinen Kumpel nicht an!" e.V. 17 Projekte des Programms "Im Netz gegen Rechts – Arbeitswelt aktiv" präsentiert und prämiert.

18.10.2006 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Darunter sind drei Berliner Projekte, die an der Hans-Böckler-Schule entstanden sind: Neben der Ernst-Litfaß-Schule (OSZ Druck und Medientechnik) und der DGB Jugend Berlin-Brandenburg wurden Roland Büchner und Martin Ziegler ("Werkstatt für Soziale Kompetenz & Prävention" der Hans-Böckler-Schule) für die folgenden Projekte ausgezeichnet:

  • Das von Roland Büchner und Martin Ziegler entwickelte Interventions- und Fortbildungs-programm "Konfrontative Pädagogik in der Schule", das an der Hans-Böckler-Schule erfolgreich erprobt worden ist. Es stärkt und verbessert die erzieherische Kompetenz von Lehrpersonen an Berliner Schulen.
  • Das Kooperationsprojekt "Schmieden hinter Gittern" von Uri Hofi (Blacksmithing School, Haifa/Israel), Martin Ziegler (Hans-Böckler-Schule) und der Jugendstrafanstalt Berlin-Plötzensee ist ein kombinierter Schmiede- und Gesprächskurs mit rechtsextremen und arabischstämmigen jugendlichen Gewalttätern. 12 junge Straftäter der Jugendstraf-anstalt Berlin-Plötzensee nahmen daran teil.
  • Das Projekt "Im Namen der Ehre – Junge Muslime und Gewalt" beinhaltet ein von Roland Büchner und Martin Ziegler entwickeltes Curriculum zur Förderung der sozialen und interkulturellen Kompetenz sowie Gewaltprävention für benachteiligte Jugendliche in Maßnahmen der Berufsvorbereitung und –ausbildung an der Hans-Böckler-Schule. Die-ses Projekt ist seit dem Schuljahr 2003/2004 Regelangebot. Pro Schuljahr werden vier Gruppen mit jeweils 12 Schülern trainiert. Bislang haben ca. 144 Jugendliche erfolgreich an dem "Konfrontativen Sozial-Kompetenz-Training" (KSK) teilgenommen. Der Verein "Mach meinen Kumpel nicht an!" e.V. beim DGB Bildungswerk (Bereich: Qualifikation und Migration) hat Jugendliche zum zweiten Mal zum Wettbewerb aufgerufen. Ge-sucht wurden Materialien gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Rassismus sowie für Gleichberechtigung von Migranten und Migrantinnen in der Arbeitswelt.

Gefördert wurde das Projekt "Im Netz gegen Rechts" vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie vom Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein- Westfalen. Bildungssenator Klaus Böger: "Diese Projekte zeigen, wie vielfältig das schulische Enga-gement gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit ist. Den Berliner Projekten gratuliere ich zum Erfolg und danke zugleich für die Beiträge zum friedlichen Zusammenleben in der Gesellschaft."


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