Erste Promotion einer Frau in Jena vor 100 Jahren

Am Mittwoch, dem 2. Juni, wird die Thüringer Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Prof. Dr. Dagmar Schipanski, eine Gedenktafel für Rowena Morse enthüllen, die vor 100 Jahren als erste Frau an der Jenaer Universität promovierte. Im Rahmen einer Festveranstaltung würdigt die Friedrich-Schiller-Universität Jena damit den Beginn der akademischen Tradition von Frauen an der Hochschule.

28.05.2004 Thüringen Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft Forschung und Kunst, Thüringen (bis 08.2005)

Ministerin Schipanski: "Es war besonders in den Anfängen ein schwerer Weg, den die Frauen bis zur Gleichberechtigung in der Wissenschaft zu gehen hatten. Die Amerikanerin Rowena Morse, die 1904 an der Jenaer Universität mit dem Prädikat 'magna cum laude´ promovierte, hat in Thüringen Pionierarbeit geleistet und war und ist damit beispielgebend für viele andere Frauen."

Im zweiten Teil der Festveranstaltung wird eine Ausstellung unter dem Titel "Frauen in Jena von 1900 - 1933" des Jenaer Stadtmuseums eröffnet.

Im Anschluss wird die Ministerin die ausländischen Studierenden aller Thüringer Hochschulen in der Friedrich-Schiller-Universität Jena empfangen.

Ministerin Schipanski: "Der alljährliche Empfang für ausländische Studierende hat in Thüringen Tradition. Seit seiner Einführung im Jahr 2000 möchte ich mit ihm die Studentinnen und Studenten aus aller Welt willkommen heißen und die vielfältigen Aktivitäten der Thüringer Hochschulen zu ihrer Integration vorstellen. Ich freue mich auf einen Abend, der ganz im Zeichen von Toleranz, Freundschaft und gegenseitigem Verständnis steht."

Auch in diesem Jahr werden die Preisträger des Wettbewerbs "Miteinander studieren in Thüringen" im Rahmen des Empfangs ausgezeichnet. Der Wettbewerb des Ministeriums würdigt Aktionen und Projekte von Studierenden, die sich für die Integration von ausländischen Studierenden und Mitbürgern einsetzen. Acht Preise werden verliehen, die mit insgesamt 7.500 Euro dotiert sind. Verschiedene Preisträgerprojekte werden anlässlich des Empfangs von den Studierenden vorgestellt.

Die Zahl der ausländischen Studierenden in Thüringen hat sich in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdreifacht und liegt heute bei fast 2.700. Damit studieren junge Menschen aus über 100 Ländern in Thüringen. Die meisten ausländischen Studierenden kommen aus China nach Thüringen, gefolgt von Bulgarien und Staaten der Russischen Föderation. Aber auch junge Menschen beispielsweise aus Libyen, El Salvador und Togo wählen eine Hochschule aus dem Freistaat. Einen besonders hohen Anteil an ausländischen Studierenden kann die Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar mit knapp 25 Prozent vorweisen; es folgen die Bauhaus-Universität Weimar und die Technische Universität Ilmenau mit jeweils über neun Prozent. Anziehungspunkt für viele Studierende ist neben den guten Studienbedingungen auch die internationale Ausrichtung der Thüringer Hochschulen. So werden beispielsweise immer mehr international anerkannte Studienabschlüsse angeboten. Zudem ermöglichen es Austauschprogramme an ausländischen Hochschulen zu arbeiten und mit diesen gemeinsam Forschungsprojekte durchzuführen.

Die Festveranstaltung für Rowena Morse findet statt

am Mittwoch, dem 2. Juni, um 17.00 Uhr,

im Aufgang zum Rektoramt im Hauptgebäude der Friedrich-Schiller-Universität Jena,

Fürstengraben 1, 07745 Jena.

Der Empfang und die Preisverleihung finden statt

am Mittwoch, dem 2. Juni, um 18.30 Uhr,

in der Aula und im großen Innenhof des Hauptgebäudes

der Friedrich-Schiller-Universität Jena,

Fürstengraben 1, 07745 Jena.


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