Flächentarifvertrag oder Kleinstaaterei in Reinkultur?

Am 18. und 19. Mai 2006 findet die nächste und wahrscheinlich entscheidende Verhandlungsrunde zwischen der TdL und den ö.D. Gewerkschaften statt. In Vorbereitung darauf hat die GEW für heute Nachmittag zu einem Demonstrationszug vom Thüringer Landtag zur Staatskanzlei aufgerufen.

17.05.2006 Thüringen Pressemeldung GEW Thüringen

Dazu erklärte der Thüringer GEW- Vorsitzende Jürgen Röhreich: "Wir wollen ein Zeichen setzen gegen die Blockadehaltung der Arbeitgeberseite und für einen Flächentarifvertrag im öffentlichen Dienst demonstrieren. Ohne einen solchen Vertrag wird die Bezahlung der Angestellten und Beamten abhängig von Kassenlage jedes Landes. Reiche Länder können gute Arbeitsbedingungen bieten, arme Länder dagegen nur schlechte. Damit festigt sich die Kleinstaaterei. Thüringer Lehrern drohen bei Erfolg dieser Politik die schlechtesten Arbeitsbedingungen in Deutschland!"

Welche jungen Lehrer sind dann bereit, in Thüringen zu unterrichten? Verlierer dieser Politik sind Menschen in den neuen Ländern. Ein leistungsfähiges Bildungssystem braucht einheitliche Arbeitsbedingungen für die darin beschäftigten Lehrer und Erzieher. Konkurrenz geht zu Lasten unserer Kinder. und Erzieher. Konkurrenz geht zu Lasten unserer Kinder. Deshalb brauchen wir einen Flächentarifvertrag für ganz Deutschland.

Die GEW Thüringen fordert:

  • Den Erhalt eines einheitlichen Flächentarifvertrages!
  • Jährliche Angleichungsschritte bis zu 100 Prozent Westgehalt!
  • Gleiche Jahressonderzahlung in Ost und West!
  • Die Verhinderung von Arbeitszeitverlängerungen für Angestellte und deren Rücknahme bei den Beamten!

GEW-Korso

Die GEW Thüringen wird mit einem kleinen Autokorso zeigen, welche Auswirkungen die Zerstörung des Flächentarifvertrages haben kann. Während reiche Länder wie Bayern, Niedersachsen u.a. sich große Autos leisten können, bleibt für Thüringen ein Handwagen, halbe Würstchen und kleine Brötchen (werden vor dem Landtag angeboten).

Die Teilnehmer treffen sich um 15.00 Uhr am Landtag und marschieren über Arnstädter Straße - Löberstraße - Juri-Gagarin- Ring Bahnhofstraße - Anger zur Staatskanzlei und treffen dort mit den Teilnehmern der ver.di-Menschenkette zusammen. Vertreter der Medien sind herzlich dazu eingeladen.

Ansprechpartner

GEW Thüringen

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