Flath: Gewerkschaften gefährden Schuljahresvorbereitung

Im Vorfeld der Tarifverhandlungen am Mittwoch hat Kultusminister Steffen Flath an die Gewerkschaften appelliert, die Blockadehaltung aufzugeben. Die Tarifverhandlungen müssten morgen zu einem Abschluss gebracht werden. "Andernfalls ist die Vorbereitung des neuen Schuljahres ernsthaft gefährdet", sagte Flath. Sollte es zu keinem Ergebnis kommen, wären daher Kündigungen unausweichlich. Die Schüler wären sonst die Leidtragenden.

24.05.2005 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Kultus

Als Antwort auf den von den Gewerkschaften behaupteten Unterrichtsausfall, kündigte Flath Verbesserungen für die Schüler an. Überlegt werde, die Anwesenheit von Mittelschul- und Gymnasiallehrer über den Unterricht hinaus zu verlängern. "Lehrer werden gegenwärtig für 40 Stunden in der Woche bezahlt. Davon sollen alle mehr an der Schule verbringen", sagte Flath. Über eine Erhöhung der Präsenzzeit könnten die Schüler besser gefördert und Unterrichtsausfall vermieden werden. Ähnliche Vorhaben gebe es auch in anderen Bundesländern.

Darüber hinaus würden die Regelungen zur Unterrichtsversorgung auf den Prüfstand gestellt. "Ziel ist eine Lehrerreserve zu bilden, um Unterrichtsausfall besser ausgleichen zu können", so Flath.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden