Flath: Sachsens Mittelschule als Erfolgsmodell
"Gerade in Zeiten dramatischer demographischer Veränderungen sichern zweizügige Mittelschulen ein hochwertiges Bildungsangebot für alle Schüler", sagte Kultusminister Steffen Flath auf der Mitteldeutschen Bildungskonferenz in Halle zum sächsischen Bildungssystem. Weiter betonte er, dass die Mittelschule eine Schul- und Lernkultur anstrebt, die jeden Schüler, die leistungsschwächeren wie die leistungsstärkeren, individuell fördert. So konnte die Zahl der Mittelschüler ohne Abschluss von 7,1 % im Schuljahr 2002/03 auf 5,6% gesenkt werden. "Dennoch ist der Anteil zu hoch, da jeder Einzelne zählt", so der Minister weiter.
01.02.2006 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für KultusGanztagsangebote unterstützen besonders die Förderung leistungsschwächerer Schüler. Zentrale Prüfungen stellen die Qualität der Ausbildung ebenso sicher wie die Orientierungsarbeiten. Diese ermöglichen es Lehrern, Eltern und Schülern, den erreichten Leistungsstand kennen zu lernen.
Bei der Einführung vor 15 Jahren wurde die sächsische Mittelschule noch skeptisch betrachtet, bereits in der Auswertung von PISA 2000 wurde sie als ein erfolgreiches Modell bewertet, das den inhaltlichen Anforderungen an Schule und der demographischen Entwicklung am besten gerecht wird. Die guten Ergebnisse Sachsens bei PISA 2003 bestätigen das erneut. Beim Aspekt Lesen erreichte Sachsen im innerdeutschen Vergleich sogar Platz 3, hinter Bayern und Baden-Württemberg.
Keine Kommentare vorhanden