Flensburg: Kompetenzzentrum Wind entsteht - Kiel: IPN wird ausgebaut
Flensburg und Kiel waren heute (11. Januar) die Stationen eines Schleswig-Holstein-"Wissenschaftstages" des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Ulrich Kasparick.
11.01.2005 Pressemeldung Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und GleichstellungIn Flensburg besuchte der Staatssekretär die Fachhochschule Flensburg. Hier wurde das neue "Kompetenzzentrum Windenergie Schleswig-Holstein" vorgestellt. Die Fachhochschule Flensburg, die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, die Universität Flensburg, die Fachhochschule Kiel und die Fachhochschule Westküste wollen in einem Verbundprojekt ihr Know-how auf dem Gebiet der Windenergie zusammenführen und in den unterschiedlichen Disziplinen kooperieren. Dabei sollen sie sich insbesondere an dem von der Wirtschaft beschriebenen Bedarf orientieren. Der Staatssekretär im schleswig-holsteinischen Wissenschaftsministerium Hellmut Körner: "Wir können hier die notwendige Forschungs- und Qualifizierungsinfrastruktur in Schleswig-Holstein aufbauen. Damit schaffen wir ein Kompetenzzentrum von überregionaler Bedeutung und intensivieren die gegenseitige Vernetzung."
Die Investitionsbank Schleswig-Holstein fördert seit 1991 den Ausbau von Windprojekten. Vorstandsmitglied Klaus Rave erklärte bei der Präsentation des "Kompetenzzentrums Windenergie": "In den nächsten beiden Jahrzehnten werden die größten Neu-Investitionen im Energiesektor erwartet. Deshalb ist dieser Sektor auch für die Wirtschaft in Schleswig-Holstein von besonderer Bedeutung".
In Kiel war der Parlamentarische Staatssekretär beim Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften (IPN) zu Gast. Dabei wurde ihm das neue Ausbaukonzept des IPN präsentiert. Das BMBF und das Kieler Wissenschaftsministerium haben sich darauf verständigt, dass der Bereich der Pädagogisch-Psychologischen Methodenlehre perspektivisch zu einem Arbeitsbereich "Methoden- und Evaluationsforschung" ausgebaut werden soll. Dies hatte der Senat der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz im Zusammenhang mit einer Evaluierung des IPN empfohlen. Abgewartet werden muss nun das Ergebnis der Bedarfsverhandlungen zwischen dem Land und dem BMBF sowie der entsprechende Beschluss der Bund-Länder-Kommission. Die Staatssekretäre im Kultusministerium Hellmut Körner und Wolfgang Meyer-Hesemann betonten, dass gerade im Zusammenhang mit der PISA-Diskussion der Ausbau des äußerst profilierten IPN durch weitere finanzielle Mittel zu unterstützen sei. Ab 2006 sollten dafür jährlich 275.000 Euro zusätzlich zur Verfügung stehen. Das IPN könne damit seine führende Rolle auch international weiter stärken.
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