Fortbildungsreihe gegen Rechtsextremismus startet in Stade
"Der jugendliche Rechtsextremismus ist nicht mehr ein Randproblem. Er kann nicht auf überschaubare Kleingruppen und Täter beschränkt werden, sondern er verbreitet sich als ideologisch differenzierte Jugendkultur in Teilen der jungen Generation. Dabei wirkt mit eine vielfach wegschauende, tolerierende oder gar unterstützenden Erwachsenenwelt."
21.06.2005 Niedersachsen Pressemeldung Niedersächsisches Kultusministeriumdiv>Darauf hat heute der Staatssekretär im Niedersächsischen Kultusministerium Hartmut Saager im Gymnasium Athaeneum in Stade hingewiesen. Dort fand der Auftakt zu einer landesweiten Fortbildungsreihe statt, bei der das Niedersächsische Kultusministerium eng mit dem Niedersächsischen Innenministerium und dem Niedersächsischen Landesamt für Verfassungsschutz (NLfV) zusammenarbeitet.
"Die Aktivitäten und Umtriebe von Rechtsextremisten mahnen uns weiterhin zur Wachsamkeit. Sie mahnen uns zu Zivilcourage und engagiertem Einstehen für die demokratischen Grundlagen unserer Gesellschaft. Wir müssen die Auseinandersetzung annehmen mit allen, die auch heute noch die Verbrechen des Nationalsozialismus verharmlosen, verklären oder gar verherrlichen, mit allen, die Hass gegen Fremde und Minderheiten säen", machte Saager in seinem Grußwort deutlich.
Zum Programm der Veranstaltungsreihe zählen ein aktuelles Lagebild rechtsextremistischer Aktivitäten, Erfahrungsberichte von Lehrkräften aus betroffenen Regionen und eine Wanderausstellung des NLfV. Sieben weitere regionale Veranstaltungen sind geplant. Weitere Informationen sind auf den Internetseiten des Niedersächsischen Bildungsservers unter [www.nibis.de ] im Bereich: Home > Themen > Schwerpunktthemen > Rechtsextremismus > InternetGegenRechts abrufbar.
"Helfen Sie mit Ihrem Engagement auch weiterhin, dass Demokratie von unten wächst und rechtsextreme Strömungen keine Chance haben. Die Landesregierung wird Sie dabei unterstützen und mit einer Vielzahl von langfristigen, präventiven und auch repressiven Maßnahmen gegen den militanten Rechtsextremismus vorgehen", rief Saager die rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Schulen der Region Stade auf.
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