Hamburg erhält eine eigenständige Bauhochschule in der HafenCity
Hamburg soll eine eigenständige Bauhochschule an einem exponierten Standort in der HafenCity erhalten. Die neue Bauhochschule soll die Architektur-Studiengänge der Hochschule für bildende Künste (Hfbk) und der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) sowie die Studiengänge Bauingenieurwesen und Geomatik der HAW und den Studiengang Stadtplanung der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) integrieren.
14.09.2004 Hamburg Pressemeldung Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung Hansestadt HamburgWissenschaftssenator Jörg Dräger, Ph.D.: "Die Bauhochschule ist eine einmalige Chance. Mit dieser Neugründung erhält Hamburg eine qualitativ hochwertige, kreative und innovative Bauausbildung, die der besonderen Baukultur der Stadt entspricht. Zugleich soll die Bauhochschule internationale Strahlkraft für die Wissenschafts- und Hochschulmetropole Hamburg entwickeln."
Ziel ist die Entwicklung innovativer und interdisziplinärer Studienangebote im Bachelor- und Master-Studium durch die Integration von gestalterisch-konzeptioneller, technischer und stadtplanerischer Ausbildung auf universitärem Niveau. Zugleich werden Doppelangebote vermieden. Die Bauhochschule soll aus drei gleichberechtigten Departments bestehen: Architektur, Bauingenieurwesen/Geomatik sowie Stadtplanung. Bis zum Wintersemester 2008/09 sollen alle Studienangebote auf das Bachelor-Master-System umgestellt sein. Auch die innere Struktur und Organisation der neuen Hochschule soll bis dahin entwickelt werden und in Kraft treten; sie muss mit den Leitlinien des Senats zur Entwicklung der Hamburger Hochschulen von Juni 2003 und dem Hamburgischen Hochschulgesetz in Einklang stehen. Zugleich soll die Bauhochschule in Schwerpunktfeldern von Forschung und Entwicklung ein klares Profil erarbeiten und dabei die Chancen der Interdisziplinarität nutzen. Als Forum lebendiger Diskussion soll sie zur Entwicklung der besonderen Baukultur Hamburgs und zu Fragen der Stadtentwicklung beitragen.
Die Bauhochschule soll rund 1500 Studierende haben, das entspricht jährlich ca. 550 Studienanfängern im Bachelor- und Master-Studium.
Die Mittel für die Errichtung eines architektonisch anspruchsvollen Gebäudes in der HafenCity sind im Sonderinvestitionsprogramm "Hamburg 2010" des Senats eingeplant. Senator Dräger: "Die Bauhochschule soll Form und Inhalt als ein architektonisches Highlight in der HafenCity verbinden." Ein internationaler Architektenwettbewerb soll 2005 ausgeschrieben werden.
Im Juni 2003 hatte der Senat eine grundlegende Reform der Ausbildung im Bereich Bauen beschlossen. Um die Attraktivität der Ausbildung im Bereich Bauen in Hamburg zu steigern, sollen die existierenden Ausbildungsangebote der HfbK und der HAW zusammengeführt werden. Die Einführung des Bachelor-Master-Systems sowie die zukünftigen Kapazitäten wurden bereits mit den Leitlinien beschlossen. In einem von Staatsrat a.D. Hans-Peter Strenge moderierten Diskussionsprozess wurden Vorschläge für die zentrale Frage der organisatorischen Anbindung der künftigen Bauakademie erarbeitet. Die Vorschläge für die geplante eigenständige Bauhochschule an einem zentralen Standort entstammen ebenso wie die Integration des Studiengangs Stadtplanung der TUHH dem Moderationsprozess.
Die Behörde für Wissenschaft und Gesundheit wird mit Vertretern der fünf betroffenen Fachbereiche und aufgrund von Stellungnahmen der Hochschulen die Eckpunkte zur Einrichtung der neuen Bauhochschule erarbeiten. Anschließend wird ein entsprechender Gesetzentwurf Senat und Bürgerschaft zur Entscheidung vorgelegt werden. Die Gründung ist für den 1. Oktober 2005 vorgesehen.
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