Hamburg wird Sitz des Büros für deutsch-russischen Jugendaustausch
Das neue Koordinierungsbüro für den deutsch-russischen Jugendaustausch wird in Hamburg angesiedelt sein. Dies gab Bundeskanzler Gerhard Schröder gestern Abend im Rahmen der Hannover Messe bekannt, die er gemeinsam mit dem russischen Präsident Putin eröffnete. Das Büro setzt das Abkommen der beiden Länder über die jugendpolitische Zusammenarbeit um, das Bundesministerin Renate Schmidt im vergangenen Dezember im Rahmen der deutsch-russischen Regierungskonsultationen unterzeichnet hat. Derzeit begegnen sich jährlich 2.300 Jugendliche im außerschulischen Austausch, bis 2007 wollen Deutschland und Russland diese Zahl verdoppeln.
12.04.2005 Pressemeldung Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und JugendDie Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Renate Schmidt, erklärte: "Junge Menschen unserer beiden Länder sollen sich einfach und unkompliziert im Austausch von Sport, Vereinen Schulen, Betrieben begegnen können. Das neue Büro wird zentrale Anlaufstelle für alle Jugendlichen, die neugierig auf das andere Land sind. Weit mehr Jugendliche als bisher werden die Menschen, die Geschichte und die Kultur ihrer Nachbarn kennen lernen können. 60 Jahre nach Kriegsende ist das ein klares Signal, dass wir auf eine gemeinsame Zukunft setzen."
Mit dem neuen Abkommen zwischen Deutschland und Russland, das eine Vereinbarung aus dem Jahr 1989 ablöst, setzt die Bundesregierung im Jugend- und Schüleraustausch erstmals auf eine Public Private Partnership. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend stellt gemeinsam mit der Robert Bosch-Stiftung und dem Ost-Ausschuss der deutschen Wirtschaft in den kommenden vier Jahren über 13 Mio. Euro für den Jugend- und Schüleraustausch mit Russland zur Verfügung. Die privaten Mittel kommen überwiegend dem Schüleraustausch zugute. Im vergangenen Jahr standen für außerschulische Jugendbegegnungen 800.000 Euro bereit.
Das Bundesministerium und die privaten Sponsoren gründen einen eigenen Rechtsträger für das einzurichtende Koordinierungsbüro. Es soll junge Menschen über Möglichkeiten der Zusammenarbeit informieren, in der Öffentlichkeit für den Jugend- und Schüleraustausch werben und sich um weitere Mittel für Begegnungs- und Austauschprogramme bemühen. Das Koordinierungsbüro wird im Spätsommer seine Arbeit aufnehmen. Ihm steht ein Kuratorium beratend zur Seite. Nach einem Auswahlverfahren wurde die Freie und Hansestadt Hamburg als zukünftiger Sitz des Büros ausgewählt.
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