Instandsetzung Portenkirche Fürstenzell

Zur Instandsetzung der Portenkirche in Fürstenzell (Markt Fürstenzell, Landkreis Passau, Regierungsbezirk Niederbayern) hat Kunstminister Thomas Goppel insgesamt 564.000 Euro aus dem Entschädigungsfonds für die Denkmalpflege bewilligt. Der Zuschuss beträgt 500.000 Euro für das Jahr 2006 sowie 64.000 für das Jahr 2007. Der Entschädigungs-fonds wird gemeinsam vom Freistaat Bayern und den Kommunen getragen.

14.07.2006 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Von der ehemaligen Portenkirche St. Margaretha in Fürstenzell ist lediglich der Chor erhalten geblieben. Ursprünglich durften nach den Regeln des Zisterzienserordens Frauen die Klosterkirche nur während des Oktavs der Einweihung besuchen. Daher entstanden bei Zisterzienserklöstern unmittelbar neben dem Tor kleine Kirchen, die den Frauen zum Gottesdienst dienten und außerdem häufig als Pfarrkirche genutzt wurden. Diese Situation hat sich in Fürstenzell sehr anschaulich erhalten. Die Errichtung der Fürstenzeller Portenkirche geht wohl auf den Beginn des Klosterneubaus im Jahre 1274 zurück. Eine für das Jahr 1490 belegte Restaurierung des Chores gestaltete den Bau in der heute noch bestehenden Mauerwerkshülle. Mit dem Chor der Portenkirche St. Margaretha in Fürstenzell hat sich ein für die Klostergeschichte und das städtebauliche Gefüge Fürstenzells einzigartiger Bau erhalten, dem durch das wohl auf Ignaz Keyl zurückgehende frühklassizistische Deckenfresko "Die Anbetung des Lammes" auch eine besondere kunstgeschichtliche Bedeutung zukommt.


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