Integration und Dialog fördern
Mit insgesamt 300.000 Euro fördern die Bundesregierung und die Landesregierung Rheinland-Pfalz den Ausbau der Jugendbildungsstätte "Max-Willner-Heim" der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST) in Bad Sobernheim.
16.09.2005 Pressemeldung Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und JugendHeute übergeben der Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Peter Ruhenstroth-Bauer, und der Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Jugendministerium, Prof. Hofmann-Göttig, bei ihrem Besuch den Zuwendungsbescheid für den dritten Abschnitt der Erweiterungs- und Umbaumaßnahmen der Jugendbildungsstätte. Der Anteil des Bundes beträgt 200.000 Euro, das Land Rheinland-Pfalz fördert den Bau der Jugendbildungsstätte mit 100.000 Euro. "Für die Integration jüdischer Jugendlicher insbesondere aus Osteuropa ist die Jugendbildungsstätte in Bad Sobernheim von großer Wichtigkeit", erklärte der Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Peter Ruhenstroth-Bauer. "Hier finden junge Menschen Orientierung und Zusammenhalt und werden zugleich über das jüdische Leben in Deutschland aufgeklärt. Die Bundesregierung sieht es deshalb als eine wichtige Aufgabe an, Orte der Begegnung wie das Max-Willner-Heim zu unterstützen und so den Dialog mit den jüdischen Mitbürgern zu fördern."
Der Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Frauen und Jugend des Landes Rheinland-Pfalz, Prof. Hofmann-Göttig, sagte: "Jugendbildungsarbeit - auch außerhalb von Schule - hat im Rahmen von Demokratieerziehung einen hohen Stellenwert. Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt die Träger der Jugendbildung auf vielfältige Weise. Gerade auch dem interkulturellen und interreligiösen Dialog kommt dabei eine besondere Rolle zu. Ich freue mich, dass wir mit dem Max-Willner-Heim in Bad Sobernheim die Jugendbildungsstätte der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V. in Rheinland-Pfalz haben."
Das "Max-Willner-Heim" ist die einzige jüdische Freizeit- und Begegnungsstätte in Deutschland. Neben der integrativen Arbeit mit Jugendlichen bietet die Bildungsstätte Veranstaltungen zum christlich-jüdischen Dialog sowie Informationen über jüdisches Leben in Deutschland an. Träger des Heims ist die Zentralwohlfahrtstelle der Juden in Deutschland mit rund 100.000 Mitgliedern. Das soziale Engagement der ZWST umfasst unter anderem Freizeiten und Erholungsmaßnahmen, Aus- und Fortbildungsseminare sowie die Unterstützung der sozialen Arbeit in den jüdischen Gemeinden. Durch die Zuwanderung jüdischer Migrantinnen und Migranten aus der ehemaligen Sowjetunion seit 1990 ist die soziale und religiöse Integration der Zuwanderer zu einem Schwerpunkt der sozialen Arbeit geworden.
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