Jean-Piaget-Schule in Endrunde für den Deutschen Schulpreis

Die Jean-Piaget-Hauptschule hat beim Wettbewerb um den Deutschen Schulpreis die Endrunde der letzten 18 Kandidaten erreicht. Zurzeit prüfen Juroren der Robert Bosch Stiftung zwei Tage lang vor Ort die Qualität der Arbeit an der Schule. Neben Unterrichtsbesuchen begutachten die Preisverleiher auch die Projektarbeit. Sie sprechen ferner mit Schüler- und Elternvertretern und externen Schulpaten über das Schulklima und die Schulerfolge. An dem deutschlandweiten Wettbewerb hatten sich fast 500 Schulen aller Schulformen beteiligt.

07.06.2006 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Schulen, die wie die Jean-Piaget-Schule die Endrunde des Wettbewerbes erreichen, werden vom Bundespräsidenten Horst Köhler empfangen werden.

Die Jean-Piaget-Schule hat sich unter anderem mit ihrem Schulschwänzer-Projekt ihren Ruf erarbeitet. Schulschwänzer, so genannte schulferne und schuldistanzierte Schüler, werden dort durch speziellen Förderunterricht in Kleinklassen wieder an den Schulalltag herangeführt. Die Schule inmitten der Plattenbausiedlung Hellersdorfs integriert erfolgreich Kinder mit Schulangst, speziellem Förderbedarf, Hyperaktive und Körperbehinderte.

Der Schule ist es gelungen, ein Netzwerk mit Leben zu füllen, dass Schülern den Übergang von der Schulbank in die Ausbildung erleichtert. Dieses Netzwerk beinhaltet eine enge Kooperation mit Jugendamt, Arbeitsamt und dem Institut für produktives Lernen und Betrieben.
Als eine Maßnahme zur Förderung der Schüler verkürzte das Kollegium unter Leitung von Schulleiterin Marion Lange die Länge der Schulstunden von 45 auf 40 Minuten – um die Zahl der Schulstunden für die Schüler insgesamt zu erhöhen. Die Schüler werden praxisnah, in schuleigenen Werkräumen unterrichtet. Dieses Produktive Lernen ist eng mit den Anforderungen kooperierender Betriebe verzahnt.

Bildungssenator Klaus Böger zum Engagement der Jean-Piaget-Schule: "Hier hat sich eine Schule erkennbar und erfolgreich auf den Weg gemacht. Inzwischen schreibt dieses Kollegium über die intensive Arbeit am Schulprogramm ihren eigenen Erfolg in die Zukunft fort. Erfolg kommt nicht von ungefähr, sondern vom Aufbruch und dem tatsächlichen Tun. Dem Kollegium dieser Schule gebührt beispielhaft hoher Respekt. Diese Schule setzt ein markantes Zeichen für das hohe Engagement an vielen, vielen Berliner Schulen."


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