Jesuitenkolleg in Amberg

Für die Instandsetzung des ehemaligen Jesuitenkollegs im oberpfälzischen Amberg (Malteserplatz 4) hat Kunstminister Thomas Goppel Mittel aus dem Entschädigungsfonds der Denkmalpflege bewilligt. Für 2004 wurde ein Zuschuss in Höhe von 164.000 Euro genehmigt. In den Jahren 2005 bis 2007 wird der Freistaat Bayern aufgrund der Verfügungen des Kunstministers weitere 656.000 Euro investieren.

06.07.2004 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Die Eigentümerin des Baudenkmals, die Katholische Kirchenstiftung St. Georg, verpflichtet sich - wie in solchen Fällen üblich - das Gebäude soweit als möglich der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Die Altstadt von Amberg gehört zu den bedeutendsten Stadtensemblen der Oberpfalz. Sie wird auch heute noch fast vollständig von der mittelalterlichen Stadtmauer umgeben, die im 14. Jahrhundert entstanden ist. Zu dieser Zeit wurde auch die 1359 begonnene St. Georgs Kirche in den Mauerring mit einbezogen. Ab 1622 siedelte sich im Zuge der Gegenreformation auf kurfürstlichen Wunsch in Amberg der Jesuitenorden an, der ab 1665 mit der Errichtung eines Kolleggebäudes begann. In den Folgejahren entstand um die Kirche St. Georg herum anstelle eines mittelalterlichen Wohnquartiers ein umfangreicher Baukomplex.

Das ehemalige Jesuitenkolleg zu Amberg ist aus historischen, städtebaulichen, bau- und kunstgeschichtlichen Gründen ein Baudenkmal von herausragender Bedeutung und als Einzelobjekt in die Haager Liste aufgenommen. Schäden sind vor allem im Bereich der Dachwerke von 1665 vorhanden. Nachdem es bereits Instandsetzungsmaßnahmen im Bereich des West- und Nordostflügels gegeben hat, werden nun in erster Linie Arbeiten am Südostflügel angegangen.


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