Jugendliche beschäftigten sich mit Teilung Deutschlands

Am morgigen Samstag wird Thüringens Kultusstaatssekretär Kjell Eberhardt (CDU) an der Präsentationsveranstaltung des Modellprojektes "Das Leben vor 1989 beiderseits der Grenze" teilnehmen und ein Grußwort sprechen.

15.09.2006 Thüringen Pressemeldung Thüringer Kultusministerium

Gefördert wurde das Projekt durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Ausgeführt wurde es unter der Regie der Volkshochschulen des Landkreises Fulda und des Wartburgkreises sowie der Gedenkstätte Point Alpha. Am 9. November des vergangenen Jahres hatten sich die Kultusminister von Hessen und Thüringen, Karin Wolff und Prof. Dr. Jens Goebel, auf "Point Alpha" getroffen, um gemeinsam zu beraten, wie Schülerinnen und Schüler durch Besuche der Grenzmuseen zu einer intensiveren Auseinandersetzung mit der DDR-Geschichte kommen können.

Mit großem Engagement haben länderübergreifend Jugendliche des Wigbert Gymnasiums (Hessen) und des Johann-Gottfried-Seume Gymnasiums (Thüringen) gemeinsam jüngste deutsche Geschichte erarbeitet. Das Leben in "Ost" und "West" wurde mit Hilfe historischer Spurensuche, Zeitzeugenbefragung und Begehung von besonderen Orten mit wachsender Begeisterung erforscht und dokumentiert. Entstanden sind nicht nur eine DVD und CD, sondern auch ein Theaterstück. Viele Eindrücke und ergreifende Erlebnisse haben den Jugendlichen ihre eigene Geschichte nahe gebracht. Die bemerkenswerten Ergebnisse der Arbeiten sowie die bewegende Uraufführung des kurzen Theaterstückes zum Thema Zwangsumsiedlungen werden musikalisch umrahmt von der Gruppe "Blow" der Wigbertschule, Hünfeld.

Zeit: Samstag, 16. September 2006, 14 Uhr, Ort: Grenzmuseum "Point Alpha" – Haus auf der Grenze (zwischen Rasdorf und Geisa).

Staatssekretär Eberhardt sagte im Vorfeld: "Ohne die Beschäftigung mit der Zeit der Teilung lassen sich manche Fragen des Zusammenwachsens nicht verstehen. Ohne die Beschäftigung mit der Diktatur werden wir den Wert unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung nicht erkennen können. Daher ist gerade dieses Thema ein bleibendes Thema. Eben keines wie jedes andere Geschichtsthema, das sich in unseren Lehrplänen findet. Im Bereich der historisch-politischen Bildungsarbeit leisten besonders die Grenzmuseen mit Blick auf die Auseinandersetzung mit der 2. deutschen Diktatur und damit mit der Geschichte der DDR einen unverzichtbaren Beitrag. Dabei spielt das Lernen an historischen Orten eine besondere Rolle, um durch fächerübergreifendes Arbeiten bzw. durch Vorbereitung und Durchführung von Projekten tiefer in historische Sachverhalte einzudringen."


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden