Jungforscher auf den Spuren der Brüder Grimm
Die Landessieger von Jugend forscht aus Sachsen-Anhalt stehen fest. Die Juroren prämierten sieben Arbeiten, die das Land beim 40. Bundesfinale vertreten werden. Beim Landeswettbewerb in Halle, der vom Patenunternehmen Bombardier Transportation (Bahntechnologie) Germany & Co. KG ausgerichtet wurde, präsentierten 68 Jungforscher insgesamt 36 innovative Projekte.
13.04.2005 Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.Auf den Spuren von Grimms Märchen wandelte Mario Chemnitz (18) aus Gräfenhainichen. Aschenputtels Aufgabe, gute von schlechten Erbsen zu trennen, löste er mit moderner Technik. Sein Versuchsaufbau zur Mischung und Trennung fester körniger Stoffe überzeugte die Jury, die ihm den Landessieg in Physik zuerkannte. In diesem Fachgebiet war der Jungforscher im vergangenen Jahr schon einmal Bundessieger geworden.
Landessieger im Fachgebiet Arbeitswelt wurden Michael Richter (19) und Anne Janssen (18) aus Stendal, die ein "Integrierbares System zur autodynamischen Stufenüberwindung für Rollstühle" präsentierten. Die von ihnen entwickelte, extrem nutzerfreundliche Vorrichtung soll die Selbständigkeit behinderter Menschen erhöhen. Erfolgreich im Fachgebiet Technik war Alexander Mensch (17) aus Gräfenhainichen. Er konstruierte ein Gerät, das den Befall von Gebäuden durch Fraßschädlinge etwa in Holzbalken akustisch registriert und meldet, wodurch der Einsatz chemischer Mittel reduziert werden kann.
Im Fachgebiet Mathematik/Informatik siegten Matthias Wohlgemuth (19) und Sebastian Rupprecht (19) aus Dessau. Die von ihnen entwickelte Software versetzt Lehrer in die Lage, kleine Computernetzwerke selbst zu administrieren. So können sie Computer effektiver im Unterricht einsetzen und die Arbeit ihrer Schüler am PC leichter beaufsichtigen. Der Preis für die beste interdisziplinäre Arbeit ging an Christian Schmelzer (17) aus Droyßig. Er entwickelte ein Verfahren, um die Schaumbildung von Melasse zu beseitigen. Bei Melasse handelt es sich um ein Nebenprodukt, das bei der Herstellung von Zucker entsteht.
Landessieger im Fachgebiet Chemie wurde Tobias Hahn (17) aus Halle mit einem Projekt zur Messung und Vermeidung des Geruchs von Abwässern. Siegreich in Geo- und Raumwissenschaften waren Holger Gemeiner (18) und Florian Weinert (18) aus Halberstadt, die Mobilität und Verkehr am Beispiel einer Hauptverkehrsstraße ihrer Heimatstadt untersuchten.
Das 40. Bundesfinale von Jugend forscht findet vom 26. bis 29. Mai 2005 in Dortmund statt. Ausrichter des Jubiläumswettbewerbs sind die Stiftung Jugend forscht e. V. und die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Alles Wissenswerte sowie viele download-fähige Fotos aus vier Jahrzehnten Jugend forscht finden Sie unter www.jugend-forscht.org.
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