Karl Heinz Beckurts-Preise 2004 verliehen

Die Bedeutung der engen Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft für die Zukunftschancen Deutschlands hat Wissenschaftsminister Thomas Goppel anlässlich der Verleihung des Karl Heinz Beckurts-Preises am Freitag in München betont: "Karl Heinz Beckurts waren Wissenschaft und Wirtschaft vertraut und die Notwendigkeit des engen Kontakts der beiden Bereiche war ihm bewusst. Der Brückenschlag zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, der ihm möglich war, ist heute wichtiger denn je", hob Goppel hervor. Neben dem Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sei die gezielte Forschungsförderung eine Aufgabe, der sich Staat, Unternehmen und private Förderer gemeinsam stellen müssten, so Goppel. "Hier setzt der Karl Heinz Beckurts-Preis in der deutschen Wissenschaftslandschaft ein klares Zeichen", betonte der Minister.

10.12.2004 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Den Karl Heinz Beckurts-Preis 2004 erhalten:

  • Professor Dr. Markus Amann (Technische Universität München) und Dr. Markus Ortsiefer (VERTILAS GmbH, Garching) für ihre richtungweisenden Arbeiten auf dem Gebiet der optischen Sensorik und Datenübertragung sowie deren industrielle Umsetzung.

 

  • Prof. Dr. Hans Reichenbach und Prof. Dr. Gerhard Höfle (Gesellschaft für Biotechnologische Forschung, Braunschweig) für ihre Arbeiten in der Naturstoffforschung über neuartige Naturstoffklassen, die zum Beispiel bei der Behandlung verschiedener Krebsarten zum Einsatz kommen können.

 

  • Prof. Dr. Hans Lehrach für seine Leistungen auf dem Gebiet der Genomforschung, insb. bei der Entzifferung des menschlichen Genoms, und bei der Koordinierung verschiedener Projekte, u. a. als einer der Koordinatoren des deutschen Humangenomprojekts.

Die Karl Heinz Beckurts-Stiftung wurde 1987 gegründet. Forschungseinrichtungen und Unternehmen erbrachten gemeinsam die Mittel der Stiftung, die sich vor allem die Förderung der Partnerschaft zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zum Ziel gesetzt hat. Prof. Dr. Karl Heinz Beckurts war u. a. in leitender Funktion im Kernforschungszentrum Karlsruhe und der Kernforschungsanlage Jülich tätig, bevor er 1980 in den Vorstand der Siemens AG überwechselte und dort für den Bereich Forschung zuständig war. 1986 wurde er durch einen Terroranschlag ermordet. Weitere Informationen über die Stiftung unter www.beckurts-stiftung.de.


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