"Kindern Lebenschancen nicht vorenthalten"
Bundesministerin Renate Schmidt appeliert auf Grund der OECD-Ergebnisse an die Länder, sich dem Ausbau der Tagesbetreuung nicht zu verweigern.
24.11.2004 Pressemeldung Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und JugendAnlässlich der zweiten Beratung des Tagesbetreuungsausbaugesetzes (TAG) am Freitag im Bundesrat appelliert die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Renate Schmidt, an die Bundesländer:
''Die vorab bekannt gewordenen Ergebnisse des OECD-Länderreports zur frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung in Deutschland, 'Starting strong', bestätigen einmal mehr die Notwendigkeit eines quantitativen und qualitativen Ausbaus der Kinderbetreuung.
In keinem Alter sind Kinder je wieder so lernbegierig und lernfähig wie in den frühen Lebensjahren. In Deutschland wird überdurchschnittlich viel in die Oberstufen der Gymnasien, aber am wenigsten in den vorschulischen Bereich investiert. Das wollen wir mit dem Tagesbetreuungsausbaugesetz ändern. Wir orientieren uns dabei nicht nur an den Interessen der Eltern, sondern vor allem am Wohl der Kinder. Die vorgesehene Ausbildung von Tagesmüttern und -vätern wird ebenfalls dazu beitragen, die Qualität zu steigern.
Die Länder sind jetzt gefordert, den Weg eines qualitativen und quantitativen Ausbaus der Kinderbetreuung mitzugehen und sich nicht zu verweigern. Versäumnisse in den ersten Lebensjahren sind nur schwer, und wenn, dann nur mit großem Aufwand auszugleichen. Auf einen starken Anfang kommt es an. Diesen müssen wir im Interesse unserer Kinder und unserer Zukunft schaffen. Wir dürfen unseren Kindern Lebenschancen nicht vorenthalten.''
Die OECD will die Ergebnisse des Länderreports zur frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung in Deutschland voraussichtlich am kommenden Dienstag, den 30. November 2004, vorstellen.
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