Kürzung der Bundesmittel für das Germanische Nationalmuseum

Zur dpa-Meldung lby bay0093 vom 5.7.2004 (Bund will Zuschüsse für Museen kürzen) stellt Bayerns Wissenschaftsminister Goppel fest:

06.07.2004 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Die Behauptung der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, Christina Weiss, die angekündigte Kürzung der Bundesmittel für das Germanische Nationalmuseum Nürnberg betrügen nur 1,5%, löst nach Ansicht von Bayerns Wissenschaftsminister Thomas Goppel in Nürnberg allgemeines Rätselraten aus. Das Germanische Nationalmuseum habe im Jahr 2004 vom Bund einen Zuschuss von 4,25 Mio. erhalten, so Goppel. Nun wolle der Bund seinen Zuschuss auf 3,5 Mio. Euro zurückfahren. Dies seien über 17%, die sich mit keiner Rechenart der Welt auf 1,5% herabrechnen ließen. Goppel: "Wenn in Bälde größere Erdbeben aus der Gegend um Staffelstein gemeldet werden, so kann das nur daran liegen, dass Adam Riese im Grab rotiert." Goppel betonte, Bundeskanzler Schröder müsse nun zeigen, ob er unseriöse Rechnungen mittragen wolle.
Der Minister bezeichnete die Erklärung des Bundes, für das Germanische Nationalmuseum seien Baumaßnahmen geplant, die der Bund nicht mittragen müsse, als unseriös. Der Bund habe die Planungen von Anfang an mitgetragen und im Verwaltungsrat des Museums mitgeplant. Die geplante Streichung der Baumittel für das Jahr 2005 betreffe sogar Maßnahmen, die bereits 1998 beschlossen und gemeinsam durchgeführt und finanziert würden. Jetzt wolle der Bund seine Haushaltsausfälle auf Kosten Dritter kompensieren und sich plötzlich aus der Verantwortung stehlen.


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