Kultusminister Flath äußert Verständnis für Unmut der Lehrer
Kultusminister Steffen Flath hat Verständnis für den Unmut der Lehrer geäußert. Der dramatische Schülerrückgang mache allerdings einen schmerzlichen Anpassungsprozess an den Schulen notwendig. "Für das Klima an den Schulen wäre es besser, wenn sich Staatsregierung und Gewerkschaften über einen Bezirkstarifvertrag rasch einigen würden", sagte Flath im Vorfeld der heutigen Demonstration von Lehrern in Dresden.
08.04.2005 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für KultusZiel der Verhandlungen müsse es sein, die sinkenden Schülerzahlen für eine Verbesserung der Bildung an den Schulen zu nutzen. So soll sich nach Vorstellung der Staatsregierung im Zuge der Tarifverhandlungen die Schüler-Lehrer-Relation an den Gymnasien von derzeit 12,6 auf 10,9 im Schuljahr 2009/10 verbessern. Die Zahl der Schüler pro Lehrer an den Mittelschulen soll von 12,9 auf 11,9 sinken. Zum Vergleich: In Deutschland betrug laut Kultusministerkonferenz die durchschnittliche Schüler-Lehrer-Relation im Schuljahr 2003/2004 an Gymnasien 15,9. Sachsen hatte in dem Schuljahr mit 12,8 die beste und Nordrhein-Westfalen mit 17,7 die schlechteste Schüler-Lehrer-Relation. An den sächsischen Mittelschulen lag die Zahl der Schüler pro Lehrer im Schuljahr 2003/204 mit 13,1 unter dem Bundesdurchschnitt von 13,7. In den Realschulen Baden-Württembergs gab es zum Beispiel fast 20 Schüler pro Lehrer.
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