Kultusminister Goebel bei Fachtagung zur Begabtenförderung

Am morgigen Samstag wird Thüringens Kultusminister Prof. Dr. Jens Goebel (CDU) bei Fachtagung "Kleine Denker ganz groß" zur Begabtenförderung ein Grußwort sprechen.

23.09.2005 Thüringen Pressemeldung Thüringer Kultusministerium

Die Tagung des Regionalvereins Thüringen der Deutschen Gesellschaft für das hochbegabte Kind dient dem Erfahrungsaustausch aller in Thüringen auf dem Gebiet der Begabungsförderung tätigen Schulen und ihren außerschulischen Partnern. Die Tagung gibt Einblicke in die Forschung und ermöglicht die Beantwortung der im Umgang mit besonders begabten Kindern und Jugendlichen entstandenen Fragen. Die Veranstaltung richtet sich an alle, die beruflich oder privat mit besonders begabten Kindern und Jugendlichen zu tun haben. Sie soll Ihnen Mut machen und Sicherheit geben, den Herausforderungen der heutigen Zeit gerecht zu werden und besonders leistungsfähige Kinder und Jugendliche angemessen zu fördern.

Zeit: Samstag, 24. September 2005, 9 Uhr
Ort: Apolda, Gymnasium Bergschule

Minister Goebel sagte im Vorfeld: "Hochbegabte Kinder können es schwierig in der Schule haben. Sie sind im alltäglichen Unterricht oft kognitiv chronisch unterfordert und fallen dennoch häufig entgegengesetzt zu ihren Begabungen auf. Wenn diese "Auffälligkeiten" zu Tage treten, dann suchen Eltern, Lehrerinnen und Lehrer nach Rat.

Besondere Begabungen sind sowohl individuell - also genetisch - veranlagt als auch vom sozialen Umfeld beeinflusst. Die bildungspolitische Debatte über Begabung mündet oft in den Diskurs über Chancengleichheit, besser gesagt Chancengerechtigkeit. Der Entwicklungspsychologe Heinz Heckhausen hat darauf hingewiesen, dass die Schule zwar Gleichheit der Startchancen, aber nicht Gleichheit der Zielchancen, also der Ergebnisse garantieren könne. Differenzierung statt Egalisierung ist daher die richtige pädagogische und bildungspolitische Antwort.

Alle Hochbegabten verdienen in der Gesellschaft dieselbe Anerkennung wie Musikgenies oder Spitzensportler, für die das schon lange selbstverständlich ist. Hochbegabte dürfen nicht als Sonderlinge betrachtet werden. Ihre Förderung ist gesellschaftliche Pflicht. Mittelmaß kann nicht Maßstab von Bildungspolitik sein. Menschen mit Hochbegabung stellen ein besonderes Potenzial unserer Gesellschaft dar, das es zu fördern und zu nutzen gilt."


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