Kultusminister warnt politische Linke vor neuer Lebenslüge
16.09.2004 Niedersachsen Pressemeldung Niedersächsisches Kultusministerium
"Die politische Linke läuft Gefahr, nach dem inzwischen eindeutig gescheiterten Gesamtschulkonzept einer neuen Lebenslüge zu erliegen. Ob Einheitsschule, Schule für alle oder gar Pisa-Schule, lediglich strukturelle und dazu unbezahlbar teure und langwierige Veränderungen des Schulsystems lösen die Probleme nicht.", stellte der Niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann heute (16.09.2004) in Hannover fest. Es sei "geradezu unerträglich", wie mit jeder Veröffentlichung einer neuen Studie zur Bildung versucht werde, "angebliche wissenschaftliche Belege für einen eindeutig nicht herstellbaren Zusammenhang zwischen Schulstruktur und Bildungserfolg herzustellen", so Busemann. So sei bislang von niemandem gefordert worden, die eher auf Drill und Normung aufgebauten Schulsysteme aus Korea oder Japan zu übernehmen, obwohl beide Länder in der PISA-Studie ebenfalls höchst erfolgreich gewesen seien.
"Entscheidend ist, was innerhalb der Schule passiert, die Qualität des Unterrichts, die Hinwendung zu den Kindern und Jugendlichen, ein Konzept des Förderns und Forderns, zugeschnitten auf die einzelne Schülerin und den einzelnen Schüler", machte Busemann deutlich. "Weder ein gegliedertes noch ein integratives Schulsystem erlauben es, sich zu zurückzulehnen und zu glauben, nur damit sei die Arbeit schon erledigt", betonte Busemann.
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