Kultusministerin Monika Hohlmeier fordert Sondersitzung der KMK

Nach den Indiskretionen um die Veröffentlichung der PISA-Ergebnisse fordert Bayerns Kultusministerin Monika Hohlmeier eine Sondersitzung der Kultusministerkonferenz.

26.11.2004 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Es macht keinen Sinn, dass sich die Kultusminister jetzt 14 Tage lang zu Spekulationen um die PISA-Studie äußern, ohne dass die OECD ihnen die Ergebnisse der Studie zur Verfügung stellt. Der Umgang mit den OECD-Studien hat bizarre Züge angenommen. Hier geht es nicht mehr um eine ernsthafte bildungspolitische Debatte um die beste Förderung der Schülerinnen und Schüler, sondern um eindeutig politisch motivierte Kritik an den Bildungssystemen in Deutschland", betonte Kultusministerin Monika Hohlmeier am Montag in München.

Hohlmeier regt einen Brief aller Kultusminister an die OECD an, in dem sie die Organisation an die Vertragsvereinbarungen erinnern. Es ist wissenschaftlich mehr als fragwürdig, wenn Einzelergebnisse aus dem Zusammenhang gerissen und bewusst lanciert werden. "Internationale Schulstudien dienen nicht dazu, altbekannte Debatten um Schulstrukturen wieder aufzuwärmen, sondern haben die Aufgabe, konkrete Verbesserungs- und Fördermöglichkeiten für die Schülerinnen und Schüler aufzuzeigen. Nach PISA 2000 haben wir beispielsweise die Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund verstärkt", so Hohlmeier. Zudem verwies Hohlmeier auf die Aussagen des deutschen PISA-Koordinators Manfred Prenzel, wonach Reformprozesse in der Bildung Zeit benötigten. Innerhalb eines kurzen Zeitraumes könnten nach Prenzel keine enormen Veränderungen herbeigeführt werden.


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