Kultusministerin Monika Hohlmeier: Klare Absage an Forderung nach Einheitsschule

11.09.2004 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Eine klare Absage erteilt Bayerns Kultusministerin Monika Hohlmeier der Forderung von SPD und Grünen nach einer Einheitsschule. "Die deutsche Gesamtschule ist der eindeutige Verlierer der PISA-Studie. Umso unverständlicher ist die Forderung nach überholten Konzepten, die nachweislich nicht zum Erfolg führen", sagte Hohlmeier. SPD und Grüne sollten Bildung nicht ideologisieren und in alte Systemdebatten aus den 70ern verfallen. "Strukturdebatten gehören der Vergangenheit an und nützen den Schülerinnen und Schülern überhaupt nichts. Wer diese Diskussion führt, hat nicht verstanden, dass die zentrale Aufgabe der kommenden Jahre die Weiterentwicklung der Unterrichtsqualität und des Unterrichtsniveaus sein wird – und zwar unabhängig von der Schulform", betonte Hohlmeier. Die Ministerin forderte dazu auf, die OECD-Zahlen nüchtern zu analysieren und sich nicht in Spekulationen zu ergehen, die durch die Studie nicht belegt seien.

Dass das gegliederte Schulwesen erfolgreich sei, hätten die bayerischen Ergebnisse der IGLU- und der PISA-Studie eindrucksvoll gezeigt. "Bayern ist im internationalen Vergleich sowohl bei den Grundschülern als auch bei den 15-Jährigen an der Spitze. Dies belegt, dass die begabungsgerechte Förderung in den verschiedenen Schularten ein richtiger Weg ist", so die Ministerin.


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