Kultusministerium gibt Schulen grünes Licht zum Kauf von Schulbüchern

Ab sofort können die Schulen im Freistaat die entsprechenden Lehr- und Lernmittel für das nächste Schuljahr für die Schüler, die für die Lernmittelfreiheit angemeldet sind, bestellen und kaufen. Mit dem Inkrafttreten der Thüringer Lehr- und Lernmittelverordnung und der Durchführungsbestimmungen steht auch der Etat für jede Schule fest. Im Vergleich zum Vorjahr wurden die Pauschalen erhöht. Pro Schüler der Klassenstufe 1 erhält die Schule eine Pauschale von 35 Euro (bisher 31,50 Euro). Für die Klassenstufen 2 bis 4 sind es 22,50 Euro (bisher 20 Euro). Ab Klassenstufe 5 erhalten Schulen 45 Euro pro Schüler (bisher 30 Euro an weiterführenden allgemeinbildenden Schulen, 37,50 Euro an Förderschulen sowie 34 Euro an berufsbildenden Schulen). Damit ist gesichert, dass die Schulen ihren Bestand an Lehr- und Lernmitteln sichern und weiter ausbauen können. Derzeit verfügen die Thüringer Schulen über einen soliden Bestand im Beschaffungswert von ca. 14 Mio. Euro.

31.05.2005 Thüringen Pressemeldung Thüringer Kultusministerium

Über ihren Lernmitteletat können nicht nur Schulbücher aus dem Thüringer Schulbuchkatalog angeschafft werden, sondern auch schulbuchersetzende Lernsoftware für Schulcomputer und spezifische Lernmittel. Neu ist ab kommenden Schuljahr eine Obergrenze für die Anschaffung von Verbrauchsmaterialien durch die Schulen. So sollen die Ausgaben pro Schüler 25 Euro in der Grundschule und 50 Euro an weiterführenden Schulen nicht überschritten werden. Damit werden die Ausgaben der Eltern in diesem Bereich begrenzt.

Erstmalig wird ab kommenden Schuljahr ein Eigenanteil der Eltern in Form einer Lernmittelpauschale erhoben. Diese beträgt für die Klassenstufen 2 bis 4 in Grund- und Förderschulen 22,50 Euro, für die weiterführenden Schulen 45 Euro pro Schüler und Schuljahr. Befreit sind Eltern mit vier und mehr Kindern, Eltern von Erstklässlern und Bezieher von Leistungen wie Hilfe zum Lebensunterhalt, Arbeitslosengeld II oder Wohngeld. Für Eltern mit zwei und drei Kindern gibt es eine soziale Staffelung. Für zwei Kinder sind in Grund- oder Förderschulen jeweils 17,50 Euro, für drei Kinder 12,50 Euro zu zahlen. An weiterführenden Schulen zahlen Eltern mit zwei Kindern 35 Euro pro Kind und 25 Euro für Eltern mit drei Kindern. Die Beantragung einer Ermäßigung erfolgt unbürokratisch und durch Beilage der Kopie eines Kindergeld- oder Leistungsbescheides oder durch Vorlage des Originals. Bezahlt wird bargeldlos durch Überweisung auf das Konto der Schule.


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