KW 21 – die "Kraftwerke des 21. Jahrhunderts"

Von sofort an steht die neue Forschungsinitiative "Kraftwerke des 21. Jahrhunderts" (KW 21) unter Dampf. Wie Wissenschaftsminister Thomas Goppel am Donnerstag in München mitteilte, führten zur Gründung von KW 21 mehrere Faktoren: der unsichere Ölmarkt, der erklärte Wille von Politik und Öffentlichkeit zum Klimaschutz sowie der Beschluss der Länderregierungen von Bayern und Baden-Württemberg, die Zukunft der Energieversorgung in einer gemeinsamen Anstrengung zu sichern.

15.07.2004 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Goppel: "Die Ziele sind ehrgeizig und hoch gesteckt." Die zukünftigen Kraftwerke sollen wettbewerbsfähig, zuverlässig, hocheffizient und umweltfreundlicher sein.

Zum Anschub der Forschung steuern Bayern und Baden-Württemberg in vier Jahren 6,9 Mio. Euro bei, weitere 6,2 Mio. Euro bringen Unternehmen der einschlägigen Branche auf. Kraftwerksbetreiber, Kraftwerkshersteller und die Zuliefererindustrie in Bayern und Baden-Württemberg sowie 22 Forschungsinstitute beteiligen sich an rund vierzig Projekten.

Prof. Dr. Manfred Aigner vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Stuttgart (DLR) und Prof. Dr. Thomas Sattelmayer von der TU München leiten die Initiative als Sprecher. Die Arbeitsgemeinschaft der Bayerischen Forschungsverbünde (abayfor) und das DLR koordinieren die Aktivitäten.

In Bayern sind erstmals sowohl das Wissenschafts- wie das Wirtschaftsministerium als auch die Bayerische Forschungsstiftung gemeinsam an der Finanzierung eines Forschungsverbundes beteiligt. Baden-Württemberg finanziert das Forschungsprojekt aus Mitteln der Zukunftsoffensive III. Erneuerbare Energien werden in den nächsten dreißig Jahren auch bei einem forcierten Ausbau nur einen geringen Anteil des Strombedarfs decken können. Der weitaus größte Anteil, mehr als siebzig Prozent der Energieversorgung, wird mit fossilen Brennstoffen gedeckt werden müssen. Durch den von der Bundesregierung beschlossenen Ausstieg aus der Kernenergie entsteht in Baden-Württemberg und in Bayern zusätzlicher Handlungsbedarf: 60 % der Elektrizität wird derzeit aus Kernkraft erzeugt und muss mittelfristig durch konventionelle Technik ersetzt werden.


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