Lehrermangel: Stellensperre ist falsches Signal
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) warnt angesichts des Lehrermangels in mehreren Schularten davor, die Arbeitsbedingungen für Lehrer/innen weiter zu verschlechtern. "Die geplante Stellensperre und mögliche weitere Kürzungen der Bezahlung werden den Lehrermangel in den nächsten Jahren verschärfen. Wer guten Nachwuchs an die Schulen holen will, muss den Lehrerberuf aufwerten und gute Einstellungsperspektiven bieten, statt Haushaltslücken auf dem Rücken der Beschäftigten zu stopfen", sagte der GEW-Landesvorsitzende Rainer Dahlem am Mittwoch (27.09) auf einer landesweiten Personalräteschulung in Stuttgart-Vaihingen.
28.09.2006 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-WürttembergDie GEW weist darauf hin, dass an allen Schulen in Baden-Württemberg Lehrer/innen für die Krankheitsvertretung und Lehrkräfte vor allem für mathematische und naturwissenschaftliche Fächer fehlen. "Für eine flächendeckende Krankheitsvertretung bräuchten wir etwa 5.000 Lehrerinnen und Lehrer, die Krankheitsreserve sieht aber nur 1.250 Stellen vor. Die Situation wird sich in den nächsten Jahren in bestimmten Fächern und Schularten noch verschärfen, da die Pensionierungszahlen steigen", so Dahlem.
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