Mehrheit der Nutzer hält Internet für unsicher

Spam, Viren, Dialer oder Datenmissbrauch: 63 Prozent aller Nutzer halten das Internet für unsicher. Obwohl für 92 Prozent Sicherheit eines der wichtigsten Themen bei der Internetnutzung ist, gibt es gerade bei der praktischen Anwendung von Schutzmaßnahmen große Defizite. Trotz zahlreicher Schutzmöglichkeiten verwendet nur jeder zweite User ein Schutzprogramm gegen Dialer (48 Prozent) oder deaktiviert Cookies zum Schutz gegen Programme, die das Nutzerverhalten ausspionieren (47 Prozent). Dies sind die Ergebnisse einer repräsentativen Studie, die das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid im Auftrag von Initiative D21 und von AOL Deutschland durchgeführt hat.

18.05.2005 Pressemeldung Initiative D21 e. V.
  • © D21/AOL

Noch deutlicher sind der Befragung zufolge die Defizite beim Kinderschutz: Nur 29 Prozent der Eltern haben für ihre Kinder eine Schutzsoftware installiert. Obwohl 76 Prozent aller Eltern angeben, zu wissen, was ihr Kind im Internet macht, kennt mehr als ein Viertel (27 Prozent) die Lieblingsinternetseite ihres Kindes nicht.

Die repräsentative Befragung zeigt jedoch auch, dass die grundlegenden Kenntnisse über mögliche Gefahren im Internet hoch sind: Computerviren kennen 98 Prozent der Internetnutzer, Spam 92 Prozent. Auch das so genannte Phishing - betrügerische Versuche, an Passwörter und Geheimzahlen zu gelangen - ist bereits 89 Prozent aller Nutzer ein Begriff. Die häufigsten Schutzmaßnahmen, die Internetnutzer treffen, sind Virenscanner (85 Prozent), das Ignorieren unbekannter E-Mails (83 Prozent) und regelmäßige Datensicherungen (75 Prozent).

"Wir wollen die Lücke zwischen persönlicher Wahrnehmung der Risiken und der konkreten Anwendung von Schutzmaßnahmen schließen", so Stan Laurent, Geschäftsführer von AOL Deutschland. Neben der Weiterentwicklung der Schutzprogramme gehe es künftig vor allem darum, die Nutzer in die Lage zu versetzen, konkrete Schutzmöglichkeiten auch tatsächlich anzuwenden. Dazu wird AOL Deutschland sein Engagement in Organisationen wie der Initiative D21 fortführen, um die Medienkompetenz der Nutzer zu erhöhen. "Zudem werden wir in der kommenden Woche in enger Abstimmung mit der Bundesregierung die Weichen für mehr Sicherheit im Netz stellen", so Stan Laurent weiter.

Die Studie und Hintergrundinformationen stehen im .pdf-Format zum Download zur Verfügung:

TNS-Emnid-Studie-Internetsicherheit-18-Mai-05
Hintergrundinfo-TNS-Emnid-Studie-18-Mai-05
Hintergrundinfo-AOL-Sicherheitsaktivitaeten-18-Mai-05

Weitere Informationen:

Dr. Gunnar Bender
Leiter Unternehmenskommunikation
AOL Deutschland
Tel.: (040)-361597610

Die Initiative D21 ist Deutschlands groeßte Partnerschaft zwischen Politik und Wirtschaft (Public Private Partnership). In diesem "Netzwerk fuer die Zukunft" initiieren und begleiten mehr als 400 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Unternehmen, Vereinen und anderen Einrichtungen gemeinnuetzige Projekte wie den Girls' Day oder den (N)ONLINER Atlas. Mit ihrem Engagement wollen sie die Rahmenbedingungen fuer einen schnellen und erfolgreichen Wandel zur Informations- und Wissensgesellschaft verbessern und so Deutschland international wettbewerbs- und zukunftsfaehiger machen. Die Initiative D21 ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Berlin. Sie besteht seit 1999.

AOL Deutschland ist eines der fuehrenden Internetunternehmen in Deutschland und gehoert zum Verbund des weltweit groeßten Medienkonzerns Time Warner. Mit seinen Diensten AOL, CompuServe und Netscape erreicht AOL Deutschland ueber 7,1 Millionen Menschen monatlich (AGOF, 09/04). Der AOL-Dienst verzeichnet rund 2,8 Millionen Mitglieder. AOL gehoert als Medienplattform zu den fuehrenden deutschen Online-Vermarktern. Das 1995 gegruendete Unternehmen, mit Hauptsitz in Hamburg, beschaeftigt rund 1.200 Mitarbeiter. Rund 30 Millionen Mitglieder machen AOL zum groeßten Anbieter von Online-Diensten weltweit.

Ansprechpartner

Initiative D21 e. V.

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