Minister Schneider: Ich will die Hauptschule mit berufsvorbereitendem Profil weiter entwickeln

Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider will die Hauptschule zu einer qualitätsvollen berufsvorbereitenden Schule weiter entwickeln – mit der Möglichkeit, wie bisher den mittleren Bildungsabschluss zu erwerben.

19.10.2006 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

1. Deshalb hat er im vergangenen Schuljahr die Weichen zu einer Hauptschulinitiative gestellt. Das Ziel dieser Hauptschulinitiative ist es, die Berufsfähigkeit der Hauptschüler zu verbessern und die Schulstruktur gerade im ländlichen Raum zu sichern. Dabei geht es:
• einerseits um eine Stärkung der Grundkompetenzen der Schüler in Deutsch, Mathematik, einen intensiven Bezug zur Berufs- und Arbeitswelt (etwa durch eine engere Zusammenarbeit zwischen HS und Wirtschaft) sowie ein gestärktes Sozial- und Arbeitsverhalten
• andererseits um neue Formen der Zusammenarbeit von Hauptschulen. In einer Arbeitsgruppe des Ministeriums sind Vertreter von Lehrer- und Elternschaft sowie der Wirtschaft eingebunden.

2. Bei einem Hauptschulgipfel im März 2007 in Ingolstadt werden erste Ergebnisse vorgestellt und diskutiert. Im kommenden Schuljahr ist geplant, entsprechende Maßnahmen einzuleiten.

3. Derzeit wird an 23 Hauptschulen die Modularisierung von Inhalten der Fächer Mathematik, Deutsch, Arbeit-Wirtschaft-Technik, Soziales Lernen sowie im musisch-kreativen Bereich erprobt.

4. Ein nicht beschlossenes Diskussionspapier der Arbeitsgruppe Hauptschule des CSU-Partei-Arbeitskreises Schule, Bildung und Sport enthält viele richtige Elemente zur Weiterentwicklung der Hauptschule, vor allem den, die Berufsfähigkeit der Hauptschüler zu verbessern und klare berufsvorbereitende Elemente in die Hauptschule einzubauen. Ob ein neuer Name notwendig ist, muss sich aus den Inhalten ergeben. Der Name "Sekundarschule" findet beim Kultusminister keine Zustimmung.

5. Minister Schneider hält ein freiwilliges Angebot zum Besuch einer 10. Klasse an Hauptschulen für Schüler, die vor allem praxisorientierte Fähigkeiten aufweisen und nach der 9. Klasse noch nicht den Hauptschulabschluss erworben haben, für sinnvoll, wenn diese stark berufsvorbereitend ausgerichtet ist. Mit dem Erwerb des Hauptschulabschlusses erhöht sich die Chance, eine Ausbildungsstelle zu finden.


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