Mit Ach und Krach Quantität von Tagesbetreuung festgezurrt
"Das Tagesbetreuungsausbaugesetz ist der kümmerliche Rest eines großen Anspruchs", kommentiert der Bundesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) Ludwig Eckinger die heutige Bundestagsabstimmung. "Das Gezerre um dieses Gesetz ist kein Ruhmesblatt für den Föderalismus in Deutschland. Auf der Strecke bleiben wieder die Kinder."
28.10.2004 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE)Eckinger erinnert daran, dieses Gesetz sollte ursprünglich die ´Modernisierungslücke zwischen Deutschland und dem Rest Europas´ füllen, doch werde es die frühkindliche Bildung und Erziehung nicht nachhaltig verbessern. Als "schwerwiegend" bezeichnete der VBE-Bundesvorsitzende den Rückzieher der Bundesregierung in Bezug auf einen Rechtsanspruch für Eltern auf einen Krippenplatz. "Das nun beschlossene Gesetz konzentriert sich viel zu sehr auf die Quantität von Tagesbetreuung und vernachlässigt dabei den Qualitäts-anspruch frühkindlicher Bildung und Erziehung", so Ludwig Eckinger. Es sei umso erschreckender, dass selbst dieser bescheidene Ansatz bei Kommunen und unionsregierten Ländern auf Abwehr stoße.
Der VBE-Bundesvorsitzende fordert: "Alle Länder und Kommunen stehen in der Pflicht, Krippen und Kindergärten quantitativ und qualitativ auszubauen, um die Entwicklungschan-cen jedes Kindes unabhängig von seiner sozialen Herkunft zu stärken."
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