Museum für Literatur am Oberrhein in Karlsruhe mit neuer Konzeption der ständigen Ausstellung

Als "lebendigen Ort der Literaturvermittlung" hat Kunststaatssekretär Dr. Dietrich Birk das Museum für Literatur am Oberrhein in Karlsruhe bezeichnet. Zehn Jahre nach Eröffnung des Museums im Karlsruher Prinz-Max-Palais ist die ständige Ausstellung neu konzipiert und am 11. April der Öffentlichkeit übergeben worden.

11.04.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

"Das Museum für Literatur am Oberrhein hat sich als Zentrum für literarische Bildung einen festen Platz erobert. Dafür danke ich der Literarischen Gesellschaft, allen voran deren langjährigem Leiter, Professor Schmidt-Bergmann", sagte Birk anlässlich der feierlichen Neueröffnung des Museums in Karlsruhe.

Mit seiner Ausrichtung auf eine ganze Region verfüge das Museum über ein ganz besonderes Profil, so der Staatssekretär. Durch die didaktisch ausgerichtete Ausstellungskonzeption werde eine noch breitere Öffentlichkeit angesprochen und erreicht. "Die französischsprachigen Führungen eröffnen auch den Besucherinnen und Besuchern aus dem benachbarten Ausland einen Zugang zum Literaturraum Oberrhein über die Länder- und Sprachgrenzen hinweg", hob Birk hervor.

Die auf die verschiedenen Altersgruppen abgestimmten Führungsangebote erlauben mittels Audioguide einen ganz individuellen Zugang zur Präsentation. Besonders zu begrüßen seien die an Schülerinnen und Schüler gerichteten Angebote zu literarischem Arbeiten. "Damit leistet das Museum einen wichtigen Beitrag zur kulturellen und insbesondere literarischen Bildung", so Staatssekretär Birk.

Der Staatssekretär würdigte die Leistungen der Literarischen Gesellschaft, die Trägerin des Museums für Literatur am Oberrhein ist. "Die aus dem 1924 gegründeten Scheffel-Bund hervorgegangene Literarische Gesellschaft ist mit ihren vielfältigen Aktivitäten eine tragende Säule des Literaturbetriebs im Land. Hierzu gehören neben der Unterhaltung des Museums, Ausstellungen, Lesungen, Vorträge, Tagungen, die Verleihung des Scheffelpreises und des Apollinaire -Preises." Weitere Beispiele seien die Internetdomain ´literaturland-bw.de´ und die Erschließung des umfangreichen eigenen Bibliotheks- und Archivbestands.

Das 1998 aus dem Oberrheinischen Dichtermuseum hervorgegangene Museum der Literatur am Oberrhein präsentiert anhand ausgesuchter Dokumente, Bücher und Handschriften ausgehend von der Klosterkultur des Mittelalters bis zur Literatur der Gegenwart die Entwicklung der Literatur des Oberrheins in ihrem sozialen und historischen Kontext. Seine Anfänge gehen auf das 1926 vom Scheffel-Bund e.V. in Heidelberg gegründete Karlsruher Scheffel-Museum zurück.

Weitere Informationen:
www1.karlsruhe.de/Kultur/MLO/


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