Neue Schulstatistik
"Die mit der neuen nordrhein-westfälischen Schulstatistik bekannt gewordenen Zahlen zeigen einmal mehr, dass dringender Handlungsbedarf für die Schulträger besteht", erklärt Udo Beckmann, Vorsitzender der Lehrergewerkschaft Verband Bildung und Erziehung (VBE NRW). "Nicht nur die rückläufigen Schülerzahlen, sondern auch das Wahlverhalten der Eltern zwingt sowohl die Landesregierung als auch die Schulträger zum Handeln, wenn sie künftig ein wohnortnahes vollständiges Bildungsangebot bereitstellen wollen."
15.02.2006 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRWDie Übergangsquote von der Grundschule zur Hauptschule hat im Schuljahr 2005/ 06 mit 16,3% einen bislang historischen Tiefstand erreicht. Im Vergleich zum Schuljahr 2003/04 ist die Zahl der Übergänge zur Hauptschule um 2,8% gesunken. Auch die Zahl der Übergänge zur Realschule ist in diesem Zeitraum von 28,7% auf 27,5% gesunken. Damit hat die Schulform Realschule landesweit im Vergleich zum Schuljahr 2003/04 bei den Übergängen fast 6000 Schülerinnen und Schüler verloren. Das entspricht etwa 200 Klassen.
Gewinner des gegliederten Schulsystems ist das Gymnasium. Trotz insgesamt sinkender Schülerzahlen bleibt diese Schulform in ihren absoluten Schülerzahlen konstant. Prozentual gesehen ist die Anmeldequote an dieser Schulform von 35,1% im Schuljahr 2003/04 auf 38,0% im Schuljahr 2005/06 gestiegen.
"Die Landesregierung muss sich dieser Entwicklung stellen. Sie muss den Schulträgern weit reichende Möglichkeiten für die Gründung von Schulverbünden einräumen, damit diese ein wohnortnahes vollständiges Bildungsangebot bereitstellen können", so Beckmann weiter. "Die Einschränkungen, die die Schulgesetznovelle im Vergleich zum noch geltenden Schulgesetz vorsieht, müssen zurückgenommen werden."
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