Neuer High-Tech-Drache für den Further Drachenstich

Mit 800.000 Euro wird der neue Drache für den Further Drachenstich durch die EU-Gemeinschaftsinitiative INTERREG III A für den bayerisch-tschechischen Grenzraum gefördert. Dies teilte Kunstminister Goppel am Freitag in München mit. Goppel: "Der Further Drachenstich trägt als herausragender Imageträger entscheidend zur kulturellen Identität der bayerisch-tschechischen Grenzregion bei." Der neue Drache ersetzt den seit dreißig Jahren im Einsatz befindlichen Drachen. "Dieses High-Tech-Produkt der Mechatronik wird das älteste Volksschauspiel Deutschlands noch attraktiver machen", unterstrich der Minister.

03.11.2006 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Die schriftlichen Aufzeichnungen über den Further Drachenstich reichen bis in das 17. Jahrhundert zurück. Das Schauspiel hat das Schicksal der Bevölkerung des heutigen bayerisch-tschechischen Grenzraums zur Zeit der Hussitenkriege zum Inhalt. Mit dem finalen Kampf des Ritters gegen den Drachen wird symbolhaft der Sieg des Guten über das Böse dargestellt.

Der neue Drache, der als vierbeiniger Schreitroboter konzipiert ist, ist in der geplanten Größenordnung weltweit einmalig und stellt höchste Anforderungen im Bereich der Leichtbauweise, bei der Auswahl der Werkstoffe, in der Sensorik sowie in der Steuerungstechnik.

Die EU-Gemeinschaftsinitiative INTERREG III A fördert gemeinsame, grenzüberschreitende Projekte im Grenzraum Bayerns zu Österreich und der Tschechischen Republik. Mit dem Projekt wird eine verstärkte Zusammenarbeit der Städte Furth im Wald und Domažlice auf dem touristischen Sektor sowie bei der Durchführung des Schauspiels, z. B. durch die Einbindung tschechischer Darsteller, einhergehen.


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