Rechtschreibreform

Kultusministerin Monika Hohlmeier hat sich für eine offene Diskussion über die umstrittenen Bereiche der Neuregelung der deutschen Rechtschreibung ausgesprochen. "Wir stellen fest, dass einzelne Regelungen der Rechtschreibreform bei vielen Menschen auf Inakzeptanz gestoßen sind. Ich werde mich deshalb dafür einsetzen, dass innerhalb der Kultusministerkonferenz noch einmal eine offene Diskussion über die besonderen Problembereiche der neuen Rechtschreibung geführt wird", sagte Hohlmeier.

09.08.2004 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Die Rechtschreibreform hat eine teilweise sinnvolle Systematisierung der Schreibweisen gebracht und unsinnige Unterscheidungen von Schreibweisen wie zum Beispiel bei 'Radfahren' und 'Auto fahren' aufgehoben. Andere Teile der Reform werden jedoch eher als Widerspruch gegen den Sprachgebrauch und als Einengung der Ausdruckskraft der deutschen Sprache empfunden", sagte die Ministerin.

An die Verlage, die eine Rückkehr zur alten Rechtschreibung angekündigt haben, appellierte die Ministerin, die Diskussion um die umstrittenen Teilbereiche konstruktiv zu begleiten. Der Vorschlag, zur Rechtschreibung von 1991 zurückzukehren, sei problematisch und kaum durchführbar, da sich Sprache und Sprachgebrauch innerhalb von mehr als einem Jahrzehnt deutlich weiterentwickelt hätten.


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