Russische Delegation aus Swerdlowsk zu Gast bei Freunden:

Über zwei Jahre lang wurde im Rahmen des EU-Projekts TACIS in Swerdlowsk und in Berlin daran gearbeitet: Schaffung von Strukturen für ein tolerantes Zusammenleben in der Region Swerdlowsk im Ural. Zum Abschluss des Projektes kommt eine Delegation der Gouverneursverwaltung nach Berlin und trifft sich heute mit Bildungssenator Klaus Böger und Professorin Barbara John, Koordinatorin für Sprachförderung und frühere Ausländerbeauftragte.

17.07.2006 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Ziel des Projektes war insbesondere die Entwicklung einer kontinuierlichen Zusammenarbeit von Verwaltung, NGOs, Polizei, Schulen und Wissenschaft. Kulturelle und religiöse Vielfalt und der Umgang mit einheimischen und zugewanderten Minderheiten sollen so verbessert werden.

Projektpartner auf deutscher Seite war die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport, die Gesamtleitung hatte Prof. Barbara John inne. Die Projektlaufzeit erstreckt sich von März 2004 bis August 2006; die EU finanziert das Projekt mit 750.000 Euro.

Die Ergebnisse sind beachtlich:

• Die Bildung eines Netzwerks aus Verwaltung, NGOs, Polizei, Schulen und Universitäten
• Der Aufbau einer Steuerungsstelle für Integration und Toleranz in der Verwaltung
• Der Aufbau eines Menschenrechtsinstituts
• Die Dezentralisierung der Arbeit der Menschenrechtsbeauftragten
• Die Einrichtung einer Website unter www.tolz.ru
• Übernahme des Berliner Lehrprogramms "Soziales Lernen"

Senator Klaus Böger und Barbara John: "Friedliches Zusammenleben lässt sich nicht verordnen; es muss wachsen und von allen Bürgerinnen und Bürgern gewollt und gestaltet werden. Jeder profitiert, wenn es gelingt und verliert, wenn es scheitert. Wir freuen uns, dass Russen und Deutsche gemeinsam einen großen Beitrag zum friedlichen und freundlichen Zusammenleben von Menschen verschiedener Herkunft und Religion in Swerdlowsk geschafft haben."

Anatoly Gaida, Stellvertreter des Leiters der Administration des Gouverneurs des Gebietes Swerdlowsk, führt die russische Delegation an: "Die Einwohner des Gebietes Swerdlowsk haben Erfahrung im gemeinsamen toleranten Zusammenleben: Hier vereinen sich mehr als 125 verschiedene ethnische Gruppen mit 50 verschiedenen Konfessionen. Die Strukturen, die hier entstehen, sind einmalig und wertvolle Modelle für andere."


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden